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Politik

USA kontrollieren jetzt noch schärfer

Nach dem Anschlagsversuch von Detroit wächst die Angst vor neuen Terrorakten. Die USA verschärften abermals ihre Einreise-Kontrollen. Und im Jemen bleiben die britische und die US-Botschaft weiter geschlossen.

Ein Reisender vertreibt sich die Wartezeit am Flughafen Newark mit Lesen (Foto: AP)

Lange Wartezeiten am Flughafen Newark

Nach dem vereitelten Anschlagsversuch auf eine Passagiermaschine am 25. Dezember verschärfen die USA abermals ihre Sicherheitskontrollen an den Flughäfen. Nach Angaben der nationalen Flugsicherheitsbehörde TSA werden Reisende von Montag an (04.01.2010) genauer kontrolliert. Sämtliche Passagiere müssten stichprobenartig mit zusätzlichen Kontrollen rechnen, darunter mit dem elektronischen Abscannen des Körpers oder mit gründlichen Leibesvisitationen.

Ein besonderes Augenmerk richte sich dabei auf Reisende aus insgesamt 14 Staaten mit "besonderem Interesse", vor allem aus dem Sudan, dem Iran, Syrien und Kuba, die auch auf der Terrorliste der USA stehen. Außerdem sind Reisende aus Afghanistan, Jemen, Libyen, Pakistan, Nigeria, Somalia, Algerien, dem Irak, dem Libanon und Saudi-Arabien betroffen.

Sicherheitspanne am Flughafen Newark

Eine Sicherheitspanne führte am Flughafen Newark zu langen Wartezeiten (Foto: AP)

Viele Passagiere werden zusätzlich kontrolliert

Am Flughafen Newark International nahe New York wurde am Sonntagabend aus Sicherheitsgründen ein Terminal abgeriegelt. Wie die zuständige Behörde mitteilte, hatte zuvor ein Mann eine Sperrzone betreten und dadurch einen Alarm ausgelöst. Alle Passagiere, die darauf warteten, ihre Flugzeuge zu besteigen, wurden daraufhin erneut überprüft. Die Flugabfertigung am Terminal C verzögerte sich dadurch um mehrere Stunden.

Botschaften im Jemen bleiben geschlossen

Die Botschaften der USA und Großbritanniens im Jemen bleiben aus Sicherheitsgründen den zweiten Tag in Folge geschlossen. Die US-Botschaft öffne ihre Pforten vorerst nicht, sagte ein für Sicherheitsfragen zuständiger Mitarbeiter der Vertretung in Sanaa. Aus westlichen Diplomatenkreisen verlautete, auch die britische Botschaft sei weiterhin geschlossen. Nach Angaben der französischen Agentur AFP postierten sich jemenitische Polizisten vor beiden Botschaftsgebäuden. Auch vor der deutschen und saudi-arabischen Botschaft seien die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden, hieß es.

Armeelaster vor Botschaft im Jemen (Foto: AP)

Die US-Botschaft im Jemen bleibt vorerst geschlossen

Die US-Botschaft in Sanaa hatte am Sonntag auf ihrer Internetseite mitgeteilt, der regionale El-Kaida-Ableger, El Kaida auf der Arabischen Halbinsel, habe mit Anschlägen gegen US-Einrichtungen im Jemen gedroht. Der Anti-Terror-Berater im Weißen Haus, John Brennan, sagte dem Sender CNN, es gebe Hinweise darauf, dass El Kaida einen Anschlag auf ein Ziel in Sanaa plane, "das unsere Botschaft sein könnte".

USA: Keine Soldaten in den Jemen

Die US-Führung beteuert entgegen anderslautender Gerüchte, im Kampf gegen den Terrorismus keine Soldaten in den Jemen schicken zu wollen. Dies sei absolut nicht im Gespräch - es werde keine neue Front im Jemen eröffnet, sagte Brennan in TV-Interviews. Die Regierung in Sanaa wolle selbst das Terrornetzwerk El Kaida bekämpfen. Dazu werde sie weitere Hilfen der USA bekommen.

Jemenitische Sicherheitskräfte töteten derweil zwei mutmaßliche Mitglieder des Extremisten-Netzwerks El Kaida. "Die Gefechte dauern noch an", teilte ein Behördensprecher mit. El Kaida auf der Arabischen Halbinsel hatte sich zu dem Anschlagsversuch auf ein US-Flugzeug im Landeanflug auf Detroit am ersten Weihnachtstag bekannt. Der Täter, der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, war nach eigenen Angaben in einem Trainingslager von El Kaida ausgebildet worden.

Autor: Martin Muno (apd, afp, dpa, rtr)
Redaktion: Julia Elvers-Guyot

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