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Aktuell Asien

USA helfen bei Suche nach AirAsia-Maschine

Noch immer ist unklar, wo das Passagierflugzeug von AirAsia geblieben ist. Bei der Suche nach dem verschwundenen Airbus aus Indonesien helfen jetzt auch die USA. Sie schicken einen Zerstörer in die Region.

Auch die Vereinigten Staaten beteiligen sich nun an der Suche nach der Passagiermaschine, die mit 162 Insassen in Südostasien verschollen ist. Auf Bitte der indonesischen Regierung sei das Schiff "USS Sampson" in die Region des Unglücks geschickt worden, teilte die 7. Flotte der US-Marine mit. Der Zerstörer solle in Kürze eintreffen und mit der Such- und Rettungsaktion beginnen. Die "USS Sampson" ist derzeit im westlichen Pazifik im Einsatz. (Das Artikelbild zeigt ein Schwesterschiff aus der gleichen Zerstörer-Klasse.)

Schiffe und Flugzeuge aus Indonesien, Australien, Singapur und Malaysia hatten am Montag in der Java-See nach dem malaysischen Passagierflugzeug gesucht. Auch Peking erklärte sich bereit, Flugzeuge und Schiffe zu entsenden. Bisher wurden weder Trümmerteile noch Leichen gesichtet. Der Sprecher der indonesischen Luftwaffe sagte, Berichte über einen Ölfilm auf dem Meer in der Nähe der mutmaßlichen Absturzstelle würden geprüft. Es sei auch ein Signal eines Notfallsenders aufgefangen worden. Er sei aber noch nicht genau lokalisiert worden. Nach Angaben der indonesischen Marine ist das Meer in dem Gebiet nur etwa 20 bis 30 Meter tief, was die Suche erleichtern könnte. Indonesiens Verkehrsminister Ignasius Jonan sprach von einer Wassertiefe von 50 bis 100 Meter im Suchgebiet.

Vom Radarschirm verschwunden

Der Chef der indonesischen Suchmannschaften, Bambang Soelistyo, sagte, der Airbus A320 mit 162 Insassen sei wahrscheinlich abgestürzt und liege nun wohl in der Java-See "auf dem Meeresgrund". Flug QZ8501 war am Sonntagmorgen um 05.20 Uhr Ortszeit von Surabaya auf der indonesischen Insel Java Richtung Singapur gestartet. Die Verbindung zu dem Airbus A320-200 brach um 05.35 Uhr ab. Ein Notsignal setzte die Maschine nicht ab. Kurz vor dem Verschwinden beantragte der Pilot aber wegen schwerer Stürme, die Maschine rund 1800 Meter höher steuern zu dürfen. Dies wurde ihm aus Sicherheitsgründen verweigert.

Nach Angaben von Luftfahrtexperten ist ein Steigflug über ein Gewittergebiet nicht ungewöhnlich. Erfahrene Piloten verwiesen darauf, dass in solchen Höhen aber auch die Gefahr bestehe, dass Sensoren am Flugzeug vereisen und dadurch falsche Daten angeben. Die Piloten könnten deswegen beim Bemühen, das Flugzeug unter Kontrolle zu halten, falsche Entscheidungen treffen.

Zu wenig Auftrieb?

In Online-Foren von Piloten wurde über unbestätigte malaysische Radar-Daten debattiert, nach denen das Flugzeug für die Bedingungen deutlich zu langsam geflogen sei. In der dünnen Luft in dieser Höhe würden die Tragflächen bei der Geschwindigkeit nicht genügend Auftrieb liefern, sagte ein Experte der Nachrichtenagentur Reuters. Die Folge wäre ein Strömungsabriss und damit ein Sturzflug.

Der mutmaßliche Absturz ist ein weiterer schwerer Schlag für die Luftfahrtbranche Malaysias. Deren Billigfluglinie AirAsia ist an der indonesischen AirAsia mit 49 Prozent beteiligt. Im März verschwand eine Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking. Das Wrack ist bis heute nicht gefunden worden. Im Juli kamen beim Absturz eines Flugzeugs derselben Gesellschaft über der Ukraine alle 298 Insassen ums Leben. Möglicherweise wurde die Boeing 777 abgeschossen.

Aktienkurse fallen

Die AirAsia-Aktien rutschten zeitweise um fast 13 Prozent ab. Analysten rechnen damit, dass sich einige Reisende nun zweimal überlegen dürften, ob sie mit AirAsia fliegen. Angesichts der äußerst knappen Gewinnmarge des Unternehmens könnte dies ein ernsthaftes Problem werden. Unter Druck gerieten auch die Aktien der Allianz, die der wichtigste Rückversicherer des verschollenen Flugzeugs ist. Sie gaben am Montag 1,2 Prozent nach. Der Aktienkurs von Airbus ging ebenfalls zurück.

kle/qu (dpa, afp, rtr)