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Amerika

USA: Grünes Licht für "Harvey"-Hilfen

Das Unterhaus des US-Kongresses hat einem milliardenschweren Hilfspaket für die vom Hurrikan "Harvey" betroffenen Katastrophengebiete zugestimmt. Anders als üblich zogen Republikaner und Demokraten an einem Strang.

Mit parteiübergreifender Mehrheit stimmten die Abgeordneten des Repräsentantenhauses in Washington für staatliche Hilfen im Volumen von 7,85 Milliarden Dollar (rund 6,6 Milliarden Euro). Nur drei Parlamentarier stimmten mit Nein, 419 votierten mit Ja.

Mit dem Votum folgte das Repräsentantenhaus einer Bitte der Regierung von US-Präsident Donald Trump, der den Kongress um die Freigabe der Mittel gebeten hatte. Das Geld soll nahezu ausschließlich an die Katastrophenschutzbehörde Fema gehen.

Eine "Anzahlung"

Die zweite Kongresskammer, der Senat, muss noch zustimmen. Dies wird für die kommenden Tage erwartet. Das Weiße Haus hatte in seinem Antrag erklärt, bei den Geldern handele sich um eine "Anzahlung" für die langfristigen Kosten für den Wiederaufbau.

"Harvey" war Ende August auf die osttexanische Küste getroffen und hatte weite Gebiete des Staates unter Wasser gesetzt. Die Kosten für den Wiederaufbau wurden zuletzt auf bis zu 180 Milliarden Dollar (152 Milliarden Euro) geschätzt. Durch "Harvey" starben mindestens 44 Menschen. Die Sachschäden sind gigantisch. Fast 160.000 Häuser wurden beschädigt, betroffen ist vor allem Harris County.

Trump und First Lady Melania spenden 

Das US-amerikanische Rote Kreuz gibt an, dass mehr als 17.000 Menschen in Notquartieren Zuflucht gesucht haben. Ihr Schicksal rührt auch US-Präsident Trump und seine Frau Melania in persönlicher Weise. Beide spendeten eine Million Dollar für die Opfer von "Harvey".

Eingeschaltet in die Hilfsbemühungen hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie bot dem Gouverneur des US-Bundesstaats Texas, Greg Abbott, nach dem Durchzug von "Harvey" Unterstützung an. Beide Politiker hätten in einem Telefonat "Kontaktpunkte" ausgemacht, "über die konkrete Hilfen vereinbart werden sollen", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Merkel habe Abbott angesichts der dramatischen Folgen des Hurrikans zugleich ihre Anteilnahme und die der ganzen deutschen Bevölkerung ausgedrückt.

haz/gri (dpa, rtr, afp)