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Aktuell Nahost

USA erlauben Ersatzteile für iranische Airlines

Die Flotten der iranischen Fluggesellschaften sind hoffnungslos überaltert. Mit oft tödlichen Folgen. Nun sollen sich die Sanktionen des Westens etwas lockern. Das macht den Weg für dringend benötigte Ersatzteile frei.

Die USA haben dem amerikanischen Flugzeugbauer Boeing den Verkauf von Ersatzteilen an den Iran erlaubt. Ein Konzernsprecher sagte, die Genehmigung sei durch die gelockerten Sanktionen als Ergebnis der Atom-Gespräche möglich geworden. Sie umfasse nur Komponenten für Flugzeuge, die der Iran vor der Islamischen Revolution 1979 von Boeing gekauft habe und auch nur solche, die für die Sicherheit der Maschinen notwendig seien.

Die Lizenz sei "sehr begrenzt", sagte der Boeing-Sprecher. Wie viele Teile verkauft werden und zu welchem Preis, sagte er nicht. Man werde nun mit dem Iran Kontakt aufnehmen um herauszufinden, was benötigt werde.

Triebwerke könnten in Deutschland überholt werden

Auch General Electric (GE) hat von den US-Behörden die Erlaubnis erhalten, 18 Flugzeugtriebwerke zu überholen. Die Motoren waren Ende der 1970er Jahre an das Land geliefert worden. Ein GE-Sprecher sagte, die Triebwerke könnten mit Billigung der US-Regierung in Einrichtungen von General Electric oder der deutschen MTU Aero Engines überholt werden. MTU hat eine Lizenz für diese Arbeiten. Mitarbeiter von GE würden sich kommende Woche mit Vertretern der iranischen Fluggesellschaft Iranair und der MTU in Istanbul treffen, um Einzelheiten zu besprechen.

Im Iran gab es der amtlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge seit 1990 mehr als 200 Luftunglücke. Dabei seien mehr als 2000 Menschen ums Leben gekommen.

Im November hatte sich der Iran bereiterklärt, sein Atomprogramm einzuschränken. Im Gegenzug wurden die internationalen Sanktionen gelockert. Die Vereinbarung gilt seit Januar für sechs Monate, während die Atom-Gespräche mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland weitergehen.

rb/gri (afp, ap, dpa, rtr)

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