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Aktuell Amerika

USA erkennen Maduro nicht an

Nach der umstrittenen Wahl in Venezuela mehren sich die Forderungen, alle Stimmzettel neu auszuzählen. Auch die Regierung in Washington meldet erhebliche Zweifel an, ob wohl alles mit rechten Dingen zuging.

Die US-Regierung erkennt den knappen Wahlsieg Nicolás Maduro in Venezuela nicht an. "Es sollte eine Neuauszählung geben", sagte US-Außenminister John Kerry vor Abgeordneten in Washington. Maduro, der Wunschnachfolger des verstorben Präsidenten Hugo Chávez, hat die Wahl laut offiziellem Ergebnis mit einem denkbar knappen Vorsprung von 1,7 Prozentpunkten gewonnen.

Auch der unterlegene Oppositionsführer Henrique Capriles fordert eine Neuauszählung der Stimmen per Hand. Doch das hat das Oberste Gericht von Venezuela wie zuvor die Wahlkommission nun abgelehnt. Eine manuelle Auszählung sei wegen des computergestützten Wahlsystems nicht möglich, argumentiert das Gericht.

Kirche für Neuauszählung

In Venezuela bleibt die Lage angespannt. Capriles hatte zwar eine geplante Kundgebung gegen das Wahlergebnis abgesagt. Aber Maduro warnte vor einem "Umsturz" und warf der "faschistischen Rechten" vor, einen "Bürgerkrieg wie in Libyen oder Syrien" provozieren zu wollen. Am Montag waren bei Ausschreitungen von Capriles-Anhängern sieben Menschen getötet worden.

Maduro soll nun am Freitag als Präsident vereidigt werden. Die meisten lateinamerikanischen Staaten haben ihm inzwischen zur Wahl gratuliert. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zeigt sich dagegen tief besorgt über die Ausschreitungen und fordert eine Neuauszählung der Stimmen. Auch die Bischofskonferenz von Venezuela schrieb in einer Stellungnahme, eine Neuauszählung würde zur Stabilisierung des Landes beitragen.

det/rb (afp, dpa)

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