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Syrien

USA drohen Assad mit Vergeltung für geplanten Chemiewaffenangriff

Der US-Regierung von Präsident Donald Trump liegen nach eigenen Angaben Hinweise vor, dass die syrische Regierung womöglich "einen weiteren Chemiewaffen-Angriff" vorbereitet. Sie droht bereits mit Vergeltung.

US Navy USS Makin Island Kampfjets Vorbereitung Einsatz (picture-alliance/dpa/US Navy)

Kampfjets auf dem Flugzeugträger USS Makin Island (Archivbild)

Die Vereinigten Staaten haben Syriens Machthaber Baschar al-Assad für den Fall eines erneuten Giftgaseinsatzes mit Vergeltung gedroht. Die USA hätten "potenzielle Vorbereitungen für einen weiteren Chemiewaffenangriff des Assad-Regimes identifiziert, der wahrscheinlich einen Massenmord an Zivilisten, darunter unschuldige Kinder, zur Folge hat", sagte Trumps Sprecher Sean Spicer in Washington.

"Die Aktivitäten gleichen den Vorbereitungen, die das Regime vor seinem Chemiewaffenangriff am 4. April 2017 getroffen hat", sagte Spicer weiter. Die USA seien in Syrien, um die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu "eliminieren". Wenn Assad aber einen weiteren Chemiewaffenangriff ausführe, würden er und seine Armee dafür einen "heftigen Preis" bezahlen.

US-Präsident Donald Trump vor zwei Wochen mit Außenminister Rex Tillerson (l.) und Verteidigungsminister James Mattis (r.) (Reuters/K. Lamarque)

US-Präsident Donald Trump vor zwei Wochen mit Außenminister Rex Tillerson (l.) und Verteidigungsminister James Mattis (r.)

Anfang April waren im syrischen Chan Scheichun bei einem mutmaßlichen Giftgasangriff 87 Menschen getötet worden. Der Westen machte die syrische Armee dafür verantwortlich. Assad wies die Vorwürfe zurück und warf dem Westen vor, diese als "Vorwand" genutzt zu haben. Die USA hatten als Vergeltung für den Angriff einen syrischen Luftwaffenstützpunkt mit Marschflugkörpern beschossen. Es war der erste direkte Angriff des US-Militärs auf die syrischen Regierungstruppen.

Russland Syrien Assad bei Putin (Reuters/RIA Novosti/Kremlin/A. Druzhinin)

Syriens Präsident Baschar al-Assad (l.) wird von dem russischen Staatchef Wladimir Putin (r.) gestützt (Archivbild)

Das mit Syrien verbündete Russland stellte die damaligen Vorwürfe als haltlos dar. "Nach unseren Informationen gibt es keinen Beweis für den Einsatz chemischer Waffen durch Assad", sagte Präsident Wladimir Putin der französischen Zeitung "Le Figaro". "Wir sind überzeugt, dass er es nicht getan hat."

Der seit sechs Jahren währende Bürgerkrieg in Syrien hat rund 400.000 Menschen das Leben gekostet, Millionen sind im In- und Ausland auf der Flucht.

stu/mak (afp, dpa, rtr)

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