1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Welt

USA drängen den Iran

Mit "Zuckerbrot und Peitsche" versuchen die USA, den Iran im Atomstreit an den Verhandlungstisch zu holen. Vizepräsident Biden bot Teheran jetzt sogar direkte Verhandlungen an.

Es gebe im Atomkonflikt "Zeit und Spielraum" für erfolgreiche Diplomatie, sagte der Stellvertreter von US-Präsident Barack Obama (Artikelbild: Biden und Obama) der "Süddeutschen Zeitung" aus München. "Aber dieses Fenster wird nicht unbegrenzt offenstehen." Die USA würden einem Programm zum Atombombenbau nicht tatenlos zusehen. "Wir werden Iran daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen" betonte Joe Biden. Eine iranische Atombombe sei eine "Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten".

Insbesondere der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist das zurück und beharrt auf seinem Recht auf zivile Nutzung der Atomenergie. Der UN-Sicherheitsrat sowie die EU und die USA verhängten bereits zahlreiche Sanktionen gegen die islamische Republik, um sie zum Einlenken zu bewegen. In Israel wird zudem offen über einen möglichen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen diskutiert.

Die iranische Atomanlage Natans (Archivfoto dpa von 2005)

Die iranische Atomanlage Natans (Archivbild)

Neue Atomgespräche der fünf ständigen Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrates - USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschlands mit dem Iran sollen nach monatelanger Pause im Februar stattfinden - doch bereits vor ihrem Beginn wächst der Unmut über die mangelnde Kooperation des Iran. Erst am Donnerstag (31.01.2013) war durch eine Mitteilung der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien bekannt geworden, dass das Land in der Atomanlage Natans leistungsfähigere Zentrifugen zur Urananreicherung installieren will. Damit dürfte der Iran künftig schneller waffenfähiges Atommaterial herstellen können. Die US-Regierung bezeichnete den Schritt als weitere Eskalation und eine anhaltende Verletzung der internationalen Pflichten durch die Regierung in Teheran.

Biden trifft Merkel

US-Vizepräsident Biden wird an diesem Freitag zu einem Kurzbesuch in Berlin erwartet. Vorgesehen ist ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Anschließend reist Biden zur internationalen Sicherheitskonferenz nach München.

wl/qu (dpa, afp, dapd, rtr)