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Politik

USA: Deutschland bleibt strategisch wichtig

Nach US-Militärangaben wird Deutschland ungeachtet der amerikanischen Umstrukturierungspläne weiterhin eine wichtige strategische Rolle spielen. Genaue Zahlen werden aber nicht genannt.

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Unverbindlich:
General Charles F. Wald

"In Deutschland wird eine signifikante Anzahl amerikanischer Truppen bleiben", versicherte der stellvertretende Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, General Charles F. Wald, am Donnerstag (19.8.) in Stuttgart-Vaihingen. Wald bestätigte, dass die US-Luftwaffenbasen Spangdahlem in der Eifel und im pfälzischen Ramstein sowie das europäische Hauptquartier EUCOM in Stuttgart bestehen bleiben.

Im Südwesten Deutschlands arbeiten und leben rund 10.000 US-Soldaten. Werden Zivil-Angestellte und Familienangehörige mitgezählt, halten sich etwa 32.500 US-Amerikaner im Umfeld der Streitkräfte im Südwesten auf. Auf deutschem Boden sind zurzeit insgesamt rund 73.000 US-Amerikaner stationiert.

Neben Abzug auch Neustationierungen

Wald deutete an, dass neben einer Fallschirmbrigade weitere Einheiten in Deutschland stationiert werden sollen. Angaben zur Stärke und zum Stützpunkt machte er nicht. Auch blieb offen, wann diese neuen Einheiten kommen sollen. Auch zum geplanten Truppenabbau in Deutschland nannte der General keine Details. Es werde eine Weile dauern, bis das Gesamtkonzept stehe. Die militärischen Entscheidungen seien gefallen, nun werde der Prozess auf der politischen Ebene fortgesetzt, sagte Wald.

Nach Angaben eines hochrangigen EUCOM-Militärvertreters ist aber auch eine Zusammenlegung von Hauptquartieren in Baden-Württemberg denkbar: "Möglicherweise werden in Heidelberg das V. Korps sowie die US-Heeresstreitkräfte (USAREUR) zusammen gelegt." Effizienz sei eines der Ziele der Reform. Die US-Armee unterhält im Südwesten fünf wichtige Hauptquartiere.

Größte Truppenverlagerung seit Ende des Kalten Krieges

US-Präsident George W. Bush hatte am Montag angekündigt, dass die USA in den nächsten zehn Jahren 60.000 bis 70.000 US-Soldaten aus Asien und Europa abziehen wollen. Es ist die größte US-Truppenverlagerung seit dem Ende des Kalten Krieges. Nach bisherigen Einschätzungen sollen zwei komplette Heeresdivisionen abgezogen werden. Konkrete Angaben zur Verringerung der Truppenstärke in Deutschland hatte allerdings auch Bush nicht gemacht.

Vom militärischen Hauptquartier "European Command" (EUCOM) in Stuttgart aus koordinieren die Amerikaner Truppenbewegungen, Einsätze und Übungen von rund 120.000 US-Soldaten in 91 Ländern in Europa, Afrika und einem Teil des Nahen Ostens. Das EUCOM ist direkt dem US-Verteidigungsministeriums unterstellt und somit der strategisch wichtigste Standort der US-Armee außerhalb der USA.

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