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Aktuell Welt

USA beobachten IS-Trainingscamps in Libyen

Der Staatsapparat in Libyen ist kollabiert. Das Machtvakuum nutzen offensichtlich auch die Dschihadisten des IS. Die Terrormiliz baut laut US-Armee dort Ausbildungslager für Hunderte Kämpfer.

Die Terrorarmee des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) versucht nach Beobachtungen des amerikanischen Militärs möglicherweise auch in Libyen Fuß zu fassen. Man verfolge Trainingsaktivitäten des IS in Ostlibyen, berichtete der Chef des Afrika-Kommandos der US-Armee, General David Rodriguez, in Washington. Derzeit seien Ausmaß und Hintergründe der IS-Strategie in dem nordafrikanischen Land noch ungeklärt.

Die Ausbildungslager seien "noch im Entstehen" begriffen. Man observiere die Entwicklung aber aufmerksam, so der Vier-Sterne-General vor Reportern im Pentagon. Die Anzahl der Kämpfer in den Trainingscamps liege "bei einigen Hundert".

Die Teilnehmer seien offenbar Mitglieder libyscher Milizen, meinte Rodriguez. Ob sie in Libyen selbst aktiv werden, oder sich später dem IS in anderen Staaten anschließen sollten, bleibe fraglich. Die Vereinten Nationen hatten jüngst eine libysche Filiale der Islamisten-Miliz Ansar al-Scharia auf ihre Terrorliste gesetzt, die als Verbündeter der IS gilt.

Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi 2011 zerfällt Libyen immer stärker in Einflussgebiete verschiedener Milizen. Derzeit ringen zwei Regierungen um die Macht in dem erdölreichen nordafrikanischen Staat. Die eine hat sich im nordwestlichen Tripolis formiert, nachdem die Hauptstadt im August von einer Milizen-Gruppe erobert worden war.

Die international anerkannte Regierung hat sich ins nordöstliche Tobruk geflüchtet.

SC/sti (afp, rtr)