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Aktuell Welt

USA: Bengasi-Angriff war Terror

Wer steckt hinter dem Attentat vom 11. September 2012 im libyschen Bengasi? Die US-Geheimdienste sind sich inzwischen sicher: Es war ein koordinierter Terrorangriff mit Hinweisen auf Al Kaida.

Die US-Geheimdienste sehen im Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi mit vier Toten einen Terroranschlag. Wie das Büro des Nationalen Geheimdienstdirektors (DNI) mitteilte, gehen die Geheimdienste davon aus, dass es sich um einen gut überlegten und organisierten Terrorangriff handelte. Außerdem gebe es Hinweise, dass er von Extremisten ausgeführt worden sei, die mit dem Terrornetzwerk Al Kaida verbunden seien oder Sympathie für dessen Ziele hätten.

Bei der Attacke am 11. September 2012 wurden der US-Botschafter Christopher Stevens und drei US-Bürger getötet. Unmittelbar nach dem Überfall war man davon ausgegangen, dass der Angriff spontan stattgefunden hatte - aus Protest gegen ein aus den USA stammendes islamfeindliches Schmähvideo.

Anweisungen von Extremistenführern?

Obwohl die US-Geheimdienste den Bengasi-Angriff als Terror-Anschlag werten, räumen sie ein, dass etliche Fragen noch unbeantwortet sind. In einer offiziellen Erklärung des DNI-Pressesprechers, Shawn Turner, heißt es beispielsweise, es sei weiterhin unklar, ob eine Gruppe oder eine Person das Kommando innegehabt und die Kontrolle über den Angriff ausgeübt habe. Ebenso sei nicht geklärt, ob Führer extremistischer Gruppen ihre Mitglieder angewiesen hätten teilzunehmen.

Libyer protestieren weiter gegen Milizen

In der libyschen Hauptstadt Tripolis gingen erneut hunderte Menschen auf die Straße, um für die Auflösung der diversen Milizen im Land und für die Schaffung nationaler Sicherheitskräfte zu demonstrieren. Die Menschen trugen Banner mit Aufschriften wie "Libyen ist in der Falle, es gibt keine Streitkräfte oder Polizei".

Ähnliche Kundgebungen hatte es vor einer Woche in Bengasi gegeben. Dabei waren auch Stützpunkte von Milizen gestürmt worden. Danach versprachen Vertreter der libyschen Regierung die Auflösung rechtswidriger Milizen. Regierungsnahe Milizen sollten dagegen anerkannt werden.

jh/hp (dpa,afp, reuters,dapd)