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Testseite Wirtschaft

USA überholt Deutschland mit Windenergie

Weil die USA ihre Windkraft-Kapazitäten im vergangenen Jahr um 50 Prozent erhöht haben, hat Deutschland seinen Spitzenplatz verloren.

Windräder drehen sich im Wind, dahinter schwarze Wolken, dpa

Rasanter Ausbau der Windenergie-Kapazitäten

Die Windkraft ist im vergangenen Jahr weltweit rasant ausgebaut worden. Die Kapazitäten zur Stromgewinnung aus Wind vergrößerten sich von rund 94.000 Megawatt im Jahr 2007 auf rund 121.000 Megawatt Im Jahr 2008. Das ist ein Plus von fast 30 Prozent, wie aus einer Studie des Global Wind Energy Council (GWEC) hervorgeht. Am stärkten baute China die Windkraft aus, wo sich die Kapazitäten verdoppelten.

USA wird größter Windenergie-Produzent weltweit

Windräder groß, im Hintergrund Landschaft, dpa

Die USA haben bei der Windkraft enorm zugelegt

Auch in den USA gab es mit 50 Prozent ein starkes Wachstum. Mit nun rund 25.000 Megawatt lösten die USA damit Deutschland als weltgrößtes Windkraft-Land ab. In der Bundesrepublik liegen die Kapazitäten bei knapp 24.000 Megawatt. In den USA hatte die Windenergie einen Anteil von 42 Prozent an den neu geschaffenen Energiekapazitäten, in Asien belief sich der Anteil auf ein Drittel. Mehr als die Hälfte der Windenergie wird jedoch in Europa gewonnen. Der Studie zufolge könnte China aber bis 2010 zweitgrößter Windenergie-Produzent der Welt werden.

Deutsche Windenergie-Branche will um 20 Prozent wachsen

In der vergangenen Woche hatte der Bundesverband Windenergie und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau erklärt, trotz Finanzkrise für 2009 wieder mit einem deutlichen Wachstum zu rechnen. Trotz der gesenkten Prognosen einiger Hersteller und Zulieferer sei demnach immer noch ein zweistelliges Umsatzplus von bis zu 20 Prozent zu erwarten. Auf dem boomenden Weltmarkt sei die deutsche Technologie mit einer Exportquote von mehr als 80 Prozent weiterhin führend. Zudem setzt die Branche darauf, dass eine in Deutschland zum Jahresbeginn in Kraft getretene höhere Vergütung für Windstrom die Nachfrage auf dem Inlandsmarkt zusätzlich ankurbelt.

Die Novelle trat zum 1. Januar 2009 in Kraft und verspricht den Windmüllern zum Teil bessere Vergütungen, was zur Zuversicht der Branche beiträgt. Zuvor ließ dies aber offenbar viele Unternehmen abwarten. Außerdem bremsten hohe Stahlpreise den Ausbau.

Finanzkrise schadet Windenergie nicht

Windräder im Meer

Der Bau großer Offshore-Windparks kommt in Deutschland langsamer voran als geplant

Die Finanzkrise wird die deutsche Branche weitgehend unbeschadet lassen, wie Hermann Albers, Chef des Windenergie-Verbands, meinte. Dies gelte vor allem für die Finanzierung normaler Anlagen an Land. Kritischer könnte es nach Einschätzung der Branche allerdings für die milliardenschweren Investitionen in Windparks auf hoher See werden. Doch auch hier biete das Erneuerbare Energien Gesetz günstige Rahmenbedingungen, sagte der Projektleiter für Offshore-Windenergie der Deutschen Energie-Agentur, Albrecht Tiedemann. (as)

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