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Aktuell Amerika

US-Wahlkampf wird heißer

In den Vereinigten Staaten ist mit der Nominierung des "eisernen Sparers" Paul Ryan als republikanischer Vizepräsidentschaftskandidat der Wahlkampf voll entbrannt. Im Mittelpunkt: die gigantische Verschuldung der USA.

Mit der Entscheidung für Paul Ryan (im Artikelbild links) als "Running Mate" hat Mitt Romney, der designierte Herausforderer von Präsident Barack Obama, den Wahlkampf weiter polarisiert - da sind sich Kommentatoren in den USA einig. Der republikanische Kongressabgeordnete Ryan - Vorsitzender des Haushaltsausschusses - setzt sich für drastische Etatkürzungen ein. Er will Sozialprogramme und das Steuersystem radikal umbauen, dabei auch vor neuen Belastungen für Rentner nicht haltmachen.

Obamas Demokraten kritisieren seine Pläne vehement: Ryan hänge "einer fehlerhaften Theorie" an, die Reiche zulasten der sozial Schwachen bevorzuge. Zudem habe der Konservative als Kongressabgeordneter die "rücksichtslose" Wirtschaftspolitik des damaligen Präsidenten George W. Bush mitgetragen, die zu hohen Staatsschulden und einem Zusammenbruch der Konjunktur geführt habe. Im Gegensatz zu den Republikanern plädieren die Demokraten dafür, Steuerschlupflöcher zu schließen und die Abgaben für Wohlhabende zu erhöhen.

"Zweifel und Verzweiflung"

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Paul Ryan wird Romneys "Nummer 2"

Der aus Wisconsin stammende Ryan machte seinerseits Obama für die wirtschaftlichen Probleme der Vereinigten Staaten verantwortlich. "Leider ist Präsident Obama zu einem Teil des Problems geworden und Mitt Romney dessen Lösung", sagte der 42-Jährige. Amerika sei "eine Nation, die mit Schulden, Zweifel und Verzweiflung" zu kämpfen habe. Da sei ein Führungswechsel lebensnotwendig.

Romney und Ryan begannen unterdessen eine Tour durch vier der Bundesstaaten, in denen das Rennen bei der Präsidentenwahl am 6. November als offen gilt: Virginia, North Carolina, Florida und Ohio. Die Demokraten werden wahrscheinlich vor allem in Florida auf die umstrittenen Kürzungsvorschläge Ryans hinweisen. Der Staat, in dem viele Rentner leben, könnte bei der Wahl am 6. November entscheidend sein. In landesweiten Umfragen war Romney zuletzt hinter Obama zurückgefallen.

wa/nis (rtr, dpa, afp, dapd)

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