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Präsidentenwahl in den USA

US-Wahlkampf geht in die Ziel-Gerade

Drei Tage vor der US-Präsidentenwahl haben beide Kandidaten mit Auftritten um noch unentschlossene Wähler geworben. Fast zeitgleich sprachen die Demokratin Clinton und ihr republikanischer Rivale Trump in Florida.

Der Bundesstaat gehört zu den sogenannten Swing States, die manchmal für Demokraten und manchmal für Republikaner stimmen und daher als entscheidend für den Wahlausgang gelten. Clinton hielt ihre Rede ungewöhnlich kurz, denn bei ihrem Auftritt in Pembroke Pines unter freiem Himmel regnete es.

Außerdem hatte sie mit Heiserkeit zu kämpfen. Nach dem Kundgebungsmarathon in den vergangenen Tagen war sie nur noch schwer zu verstehen, als sie am Ende ihrer Rede ausrief: "Ich möchte eine Präsidentin für alle sein, lasst uns loslegen und für unser Land stimmen."

Der republikanische Präsidentschaftskandiat Trump kritisierte in Tampa, dass Clinton die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama unterstütze. "Das spielt aber keine Rolle, denn wenn wir gewinnen, wird das sowieso abgeschafft", sagte er.

Zwischenfall bei Trump-Auftritt

Bei einem Auftritt Trumps in Reno in Nevada kam es unterdessen zu einem Sicherheitsalarm. Beamte des Secret Service holten den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner wegen einer mutmaßlichen Bedrohung in großer Hektik von der Bühne. Danach kam es zu einem Handgemenge in der Nähe des Rednerpults. Im Fernsehen waren Bilder eines Mannes zu sehen, der von Sicherheitsbeamten abgeführt wurde. Trump kam wenige Minuten später auf die Bühne zurück.

Laut jüngsten Umfragen konnte Clinton ihren in den vergangenen Tagen verlorenen deutlichen Vorsprung wieder etwas ausbauen. In der am Sonntag veröffentlichten Erhebung der "Washington Post" und des Senders ABC kommt Clinton auf 48 Prozent, Trump auf 43 Prozent. 

Der Wahlkampf zwischen dem rechtspopulistischen Immobilienmilliardär und seiner demokratischen Rivalin ist extrem aufgeheizt. Clinton war zuletzt auch wegen der jüngsten Enthüllungen zu ihrer E-Mail-Affäre unter Druck geraten. Sie hatte als Außenministerin unter Präsident Obama einen privaten E-Mail-Server auch für dienstliche Zwecke genutzt.

Knapp 220 Millionen US-Amerikaner sind am Dienstag stimmberechtigt. Mit Hillary Clinton könnte erstmals eine Frau Präsidentin der USA werden. 

haz/rk (rtr, afp, dpa)

 

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