US-Vizepräsident Mike Pence in Afghanistan | Aktuell Asien | DW | 22.12.2017
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Kampf gegen den Terror

US-Vizepräsident Mike Pence in Afghanistan

Die Zeit vor Weihnachten wird von Politikern gerne für Truppenbesuche genutzt. Gerade war Bundesverteidigungsministerin von der Leyen in Afghanistan, nun traf US-Vizepräsident Pence unangekündigt dort ein.

US-Vizepräsident Mike Pence ist am Donnerstag überraschend nach Afghanistan gereist - Politikerbesuche in dem Land werden aus Sicherheitsgründen in aller Regel nicht angekündigt. Auf dem Militärstützpunkt Bagram besuchte Pence US-Soldaten. Er sei im Namen von Präsident Donald Trump gekommen, um sich bei ihnen für ihren Dienst zu bedanken, sagte er den Männern und Frauen, die ihm zuhörten. Das US-Militär hat derzeit rund 15.000 Soldaten in dem Land stationiert. Trump hatte im Sommer entschieden, die Zahl aufzustocken. Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich zuletzt wieder drastisch verschlechtert. Es ist Pence' erster Aufenthalt am Hindukusch. Trump selbst hat das Land bislang nicht besucht.

Pence traf sich auch mit Afghanistans Präsident Aschraf Ghani. Das geht aus Erklärungen des Präsidentschaftspalasts und der US-Botschaft hervor. Ein Thema sei auch hier die Sicherheitslage gewesen, hieß es. Laut einem Reporter des Senders CNN betonte Pence, wie wichtig es sei, rechtzeitig die Parlaments- und Präsidentenwahl vorzubereiten, die 2018 und 2019 anstehen.  

Ein Zeichen für die fragile Sicherheitslage setzten die Taliban gleich an diesem Freitag. Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Polizeihauptquartier in der Südprovinz Kandahar sind sechs Personen getötet worden, mindestens sieben weitere Polizisten seien verletzt worden, hieß es aus dem Provinzrat. 

"Euer Verdienst"

Pence rief den Soldaten zu: "Es ist Euer Verdienst, dass die Freiheit wieder eine Zukunft hat in Afghanistan." Er verwies darauf, dass in den vergangenen 16 Jahren - seit dem Beginn des Feldzuges gegen die Taliban in der Folge der Anschläge vom 11. September 2001 - mehr als 3.500 Soldaten der westlichen Truppen getötet wurden. Etwa zwei Drittel waren Amerikaner. Die neue Strategie Trumps sei geeignet, die US-Truppen am Hindukusch in eine bessere Lage zu versetzen, um der afghanischen Armee im Kampf gegen die Taliban zu helfen. 

Wenn die USA Afghanistan effektiver auch aus der Luft unterstützten, sei dies auch als Warnsignal für alle geeignet, die die Vereinigten Staaten oder den Frieden in anderen Teilen der Welt attackieren wollten, fügte Pence hinzu.

ml/bru (dpa, rtr, ap)