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Irak

US-Verteidigungsminister Mattis zu Überraschungsbesuch im Irak

Pentagon-Chef James Mattis ist zu einem unangekündigten Besuch in Bagdad eingetroffen. Denn mit der Rückeroberung von Hochburgen der Terrormiliz IS stellt sich für die Regierungstruppen ein neues Problem.

Mattis im Februar bei einem früheren Besuch in Bagdad (Getty Images/AFP/T. Watkins)

Mattis im Februar bei einem früheren Besuch in Bagdad

Der US-amerikanische Verteidigungsminister James "Jim" Mattis berät in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit Ministerpräsident Haider al-Abadi und Verteidigungsminister Afan al-Hajali über die nächsten Schritte im Kampf gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Dabei soll es unter anderem um die künftige Rolle von US-Einheiten im Irak und deren Beitrag zur Stabilisierung der Einsätze gehen.

Mattis zufolge sind größere Städte wie Mossul zwar bereits weitgehend von IS-Kämpfern befreit. Allerdings gebe es Zweifel, ob die irakischen Kräfte die Gebiete auch halten können. Mattis erklärte, er wolle der Regierung seine Unterstützung im Kampf gegen den IS bekunden. Der US-Verteidigungsminister will zudem Kurdenführer Massud Barsani treffen. 

Belgische und US-Soldaten beziehen am Montag in einem Dorf bei Tal Afar Position (picture-alliance/dpa/AP/B. Szlank)

Belgische und US-Soldaten beziehen am Montag in einem Dorf bei Tal Afar Position

Der Irak hat jüngst eine Offensive zur Rückeroberung der seit 2014 vom IS kontrollierten Stadt Tal Afar im Nordwesten des Landes begonnen. "Die Tage des IS sind sicher gezählt", sagte Mattis. "Aber es ist noch nicht vorbei, und es wird auch nicht bald vorbei sein." Nach einer Rückeroberung von Tal Afar würden die irakischen Kräfte weiter in Richtung Westen vorrücken. Die Sicherheitskräfte seien in der Lage, gleichzeitig mehrere Einsätze zu fahren, fügte Mattis hinzu.

Noch während seines Irak-Besuchs drangen irakische Regierungskräfte nach eigenen Angaben erstmals auf das Stadtgebiet vor. Einheiten der Polizei und schiitische Milizen hätten das Viertel Al-Dschasira eingenommen, hieß es aus Armeekreisen. Die Anti-Terrorkräfte der irakischen Armee erklärten zudem, sie seien von Westen her bis in den Stadtteil Al-Kifach vorgedrungen. Tal Afar liegt zwischen Mossul und der syrischen Grenze.

stu/as (afp, dpa, rtr)
 

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