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Aktuell Asien

US-Verteidigungsminister Hagel auf Abschiedsbesuch in Kabul

Ende des Jahres endet der Kampfeinsatz der internationalen Truppen in Afghanistan. Grund genug für den scheidenden US-Verteidigungsminister Hagel, noch einmal vorbeizuschauen.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel ist zu einem letzten unangekündigten Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Hagel, der demnächst seinen Posten an seinen bisherigen Stellvertreter Ashton Carter übergibt, kam aus Anlass des Endes des internationalen Kampfeinsatzes Ende des Jahres. Hagel wird unter anderem mit dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani und Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah sowie mit dem Oberkommandierenden der US-Truppen in Afghanistan, General John Campbell, zusammentreffen.

Der Pentagon-Chef äußerte sich auf dem Flug nach Kabul optimistisch über die Zukunft Afghanistans. Er sei überzeugt, dass die afghanische Armee in der Lage sei, Kabul gegen die Taliban zu verteidigen. Die neugewählte Regierung und ihre Sicherheitskräfte seien bereit, die Verantwortung zu übernehmen.

Jetzt geht es um Ausbildung und Beratung

Das Land sei weit gekommen seit Beginn des internationalen Einsatzes im Jahre 2001 und die Afghanen hätten heute die Fähigkeit, selbst über "ihr eigenes Schicksal, ihren eigenen Weg" zu entscheiden, sagte Hagel. Ihnen gehe es deutlich besser als vor 13 Jahren.

Der NATO-geführte Kampfeinsatz endet Ende des Jahres. Zu Hochzeiten des Einsatzes waren rund 130.000 ausländische Soldaten in dem Land am Hindukusch stationiert. Vom kommenden Jahr an soll eine deutlich kleinere Militärmission die afghanischen Sicherheitskräfte mit Ausbildern und Beratern unterstützen. Kampfeinsätze sollen aber zur Selbstverteidigung und bei einer akuten Bedrohung der afghanischen Sicherheitskräfte erlaubt bleiben.

Nicht mehr der richtige Mann

US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag bekanntgegeben, dass Hagel durch seinen bisherigen Stellvertreter Ashton abgelöst wird. Nach Ansicht von Beobachtern zieht Obama mit dem Wechsel an der Spitze des Pentagon die Konsequenz aus der Bedrohung durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), die ihn zur erneuten Entsendung von Truppen in den Irak sowie zu Luftangriffen im Irak und Syrien gezwungen hat. In dieser Situation wurde Hagel, der als Gegner von Kampfeinsätzen bekannt ist, offenbar nicht mehr als der richtige Mann im Pentagon betrachtet.

gmf/as (afp, ap, rtr)