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Aktuell Welt

US-Streitkräfte töten Nummer zwei des "Islamischen Staats"

Der "Finanzminister" des IS, Abdel Rahman al-Kaduli, starb in Syrien. Er zählte zu den meistgesuchten Terroristen der Welt. Im Irak wird die Terrormiliz derweil zurückgedrängt.

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Irak/Syrien: Islamischer Staat unter Druck

Den US-Streitkräften ist ein offenbar wichtiger Schlag gegen die Führungsspitze der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gelungen. Nach Angaben von Verteidigungsminister Ashton Carter wurde bei einem Luftangriff in dieser Woche in Syrien der "Finanzminister" der Miliz, Abdelrahman al-Kaduli, getötet. Die "Beseitigung" dieses Führungsmitglieds werde die Fähigkeit der Organisation schwächen, Operationen innerhalb und außerhalb des Irak und Syriens auszuführen.

Laut Carter war Al-Kaduli, der auch den Namen Hadschi Imam trug, "eines der wichtigsten Führungsmitglieder" des IS und für mehrere Komplotte im Ausland verantwortlich. Er zählte zu den meistgesuchten Terroristen der Welt. Er war bis 2012 im Irak inhaftiert und schloss sich dann in Syrien dem IS-Netzwerk an. Vor seiner Haft hatte er dem Terrornetzwerk Al-Kaida im Irak angehört.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter (Foto: picture-alliance/AP Photo/E. Vucci)

US-Verteidigungsminister Ashton Carter

"Systematisch eliminiert"

Nähere Angaben zu der Operation machte Carter nicht. In US-Medienberichten wurde Al-Kaduli als die "Nummer zwei" der Miliz hinter Chef Abu Bakr al-Bagdadi bezeichnet.

Der Pentagonchef sagte, die US-Streitkräfte "eliminierten systematisch" die Regierungsmannschaft des IS. In dieser Woche sei es gelungen, "mehrere Schlüssel-Terroristen" der Miliz zu töten, fügte er hinzu, ohne Details zu nennen. Erst vergangene Woche hatte das Pentagon mitgeteilt, der "Kriegsminister" des IS, Omar al-Schischani ("Omar der Tschetschene"), sei bei einem Angriff der US-geführten Militärallianz getötet worden.

Gebietsverluste im Irak

Im Irak hat die Dschihadistenmiliz nach Angaben des Militärs zwei wichtige Distrikte an der Grenze zu Syrien verloren. Kämpfer der Jesiden und irakischer Stämme hätten die Islamisten aus Um al-Diban und Um Dschurais in der Region Sindschar vertrieben, hieß es in einer Erklärung des Militärs, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde. Damit sei eine zentrale Nachschubroute des IS abgeschnitten. Die Islamisten waren im Sommer 2014 im Irak in die Gebiete der Jesiden-Volksgruppe eingedrungen. Dabei töteten sie Tausende Menschen.

sti/cw (afp, rtr, dpa)

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