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Suchmaschine

US-Staatsanwalt nimmt Googles Geschäftspraktiken ins Visier

In Europa hatten die Wettbewerbshüter bereits eine Rekordstrafe gegen Google verhängt. Die Regulierer in den USA sahen bislang keinen Grund zum Einschreiten. Doch jetzt prescht ein Staatsanwalt vor.

Josh Hawley, Staatsanwalt im US-Bundesstaat Missouri, will unter anderem der Frage nachgehen, ob der Internet-Konzern in Suchergebnissen eigene Dienste zum Nachteil der Konkurrenz bevorzugt habe. Außerdem gehe es um das Sammeln von Nutzerdaten und die Nutzung von Informationen anderer Websites, wie Hawley am Montag (Ortszeit) bekanntgab. Vor allem das Bewertungsportal Yelp beschwert sich seit Jahren darüber, dass Google von Yelp gesammelte Informationen in die eigenen einbette.

Verstoß gegen europäisches Recht

Bislang hatte Google in den USA keine Strafen zu befürchten. Eine Wettbewerbsuntersuchung der Handelsbehörde FTC im Jahr 2013 ging nach einigen Zugeständnissen des Konzerns glimpflich aus. Ganz anders sieht die Situation in Europa aus. Hier hatte die EU-Kommission im Sommer eine Wettbewerbsstrafe in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google verhängt.

Die Wettbewerbshüter in Brüssel werfen Google vor, in der Shopping-Suche zum Nachteil der Verbraucher eigene Angebote bevorteilt zu haben. Der Internet-Konzern wies die Vorwürfe stets zurück und erklärte, der Suchmaschinen-Algorithmus sei nur darauf ausgerichtet, Nutzern die besten Ergebnisse zu liefern.

djo/lih (afp, dpa)