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Aktuell Nahost

US-Soldaten retten saudische Piloten vor der Küste des Jemen

Seit der Nacht zum Donnerstag greifen die saudi-arabische Luftwaffe und ihre Verbündeten die Huthu-Rebellen im benachbarten Jemen an. Manchmal müssen aber die USA helfen.

Die US-Armee hat vor der Küste des Jemen zwei saudi-arabische Kampfpiloten aus dem Meer gerettet. Die Besatzung eines Hubschraubers spürte die beiden Soldaten im Golf von Aden auf und brachte sie in Sicherheit, hieß es aus dem US-Verteidigungsministerium. Demnach hatten sich die Piloten am Donnerstag per Schleudersitz aus ihrem F-15-Jet gerettet. Die Maschine hatte technische Probleme. Saudi-Arabien hatte daraufhin das US-Militär um Hilfe gebeten.

Unterstützung durch USA

König Salman dankte US-Präsident Barack Obama nach Angaben des Weißen Hauses in einem Telefongespräch für den Einsatz. Obama habe dem Monarchen die Unterstützung der USA für den Kampf der von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die schiitische Huthi-Miliz zugesagt, teilte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Bernadette Meehan, in Washington mit. Die Vereinigten Staaten und die Golfstaaten hätten ein gemeinsames Interesse daran, die Lage im Jemen zu stabilisieren. US-Truppen sind laut Weißem Haus nicht direkt an dem Militäreinsatz beteiligt. Saudi-Arabien erhalte aber logistische Hilfe und Geheimdienst-Informationen.

In dem ärmsten arabischen Land kämpft die schiitische Huthi-Miliz gegen die Führung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Die saudisch-geführte Militärallianz unterstützt Hadi, die Huthi-Rebellen werden mutmaßlich von Ex-Präsident Ali Abdallah Saleh und vom Iran unterstützt.

Die Huthis hatten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes und die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht. In dieser Woche waren sie bis in die südjemenitische Hafenstadt Aden vorgestoßen.

Verstärkte Luftschläge

Nach Korrespondentenberichten weitete die Allianz ihre Luftangriffe in der Nacht zum Samstag aus. Augenzeugen berichteten von Angriffen auf Militärstützpunkte rund um Sanaa sowie im Süden des Landes. Wie Anwohner sagten, griffen die Kampfflugzeuge unter anderem Raketenabschussrampen am internationalen Flughafen von Sanaa sowie weitere militärische Ziele im Osten, Westen und Süden der Hauptstadt an. Der von den Huthi besetzte Präsidentenpalast wurde demnach bereits zum dritten Mal bombardiert.

Im Süden des Landes wurden über Dhaleh, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, Kampfflugzeuge gesichtet. Nach Angaben von Augenzeugen war sowohl in Dhaleh als auch in Sanaa die Flugabwehr der Huthi-Rebellen zu hören. Die saudi-arabische Armee teilte mit, der jemenitische Luftraum sei mittlerweile "vollständig unter der Kontrolle" der Militärkoalition.

wl/jj (afp, dpa, rtr)