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Iran

US-Sanktionen heizen Streit mit dem Iran an

Der Iran hat mit scharfer Kritik auf die neuen US-Wirtschaftssanktionen regiert. Die US-Maßnahmen seien "illegal, verachtungswürdig und nutzlos", heißt es in einer Erklärung des iranischen Außenministeriums.

Das Vorgehen der Regierung in Washington verstoße zumindest gegen den Geist des Atomabkommens und vergifte das Gesprächsklima, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (Artikelbild) dem US-Sender CBS News. Es werde geprüft, ob die Sanktionen auch formell die Vereinbarung verletzten. Sarifs Ministerium nannte die US-Maßnahmen in einer Erklärung "illegal, verachtungswürdig und nutzlos".

Doppelstrategie bei Trumps Iranpolitik?

Die US-Regierung hatte am Dienstag neue Sanktionen gegen 18 Personen und Einrichtungen im Iran verhängt. Mit den Strafmaßnahmen reagiere man auf "anhaltende Bedrohungen" durch den Iran, darunter das Raketenprogramm des Landes und die Unterstützung Teherans für Terrorgruppen, teilte das Außenministerium in Washington mit. Einige der betroffenen Personen oder Organisationen hätten das iranische Militär oder die Revolutionsgarden unterstützt, indem sie Drohnen und Militärgerät entwickelt, Boote gebaut und gewartet sowie elektronische Bauteile geliefert hätten.

Zuvor hatte die Regierung von Präsident Donald Trump dem Iran erneut bescheinigt, sich an die Auflagen des 2015 geschlossenen Atomabkommens zu halten, allerdings gleichzeitig gewarnt: "Der Iran bleibt eine der gefährlichsten Bedrohungen für die Vereinigten Staaten." So formulierte es die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert.

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA bestätigte der Regierung in Teheran zuletzt Anfang Juni erneut, alle Verpflichtungen aus dem vor zwei Jahren in Wien geschlossenen Atomabkommen gegenüber den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland einzuhalten. Auch die iranische Regierung zog am vergangenen Freitag zum zweiten Jahrestag der Unterzeichnung eine positive Bilanz der Vereinbarung.

qu/jj (rtr, dpa, ap)

 

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