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Aktuell Amerika

US-Rocksänger Scott Weiland tot

Markante Stimme, aber aufbrausend. Viel Gefühl für Rockmusik, aber Drogenexzesse. Scott Weiland war sich selbst der größte Feind. Jetzt ist der Sänger während einer Tournee gestorben.

Der frühere Frontmann der US-Rockbands "Stone Temple Pilots" und "Velvet Revolver" starb nach Angaben seines Managements während einer Tournee mit seiner aktuellen Gruppe "The Wildabouts" im Bundesstaat Minnesota. Scott Weiland wurde nur 48 Jahre alt.

Auf Weilands Instagram- und Facebook-Seite hieß es, dass der Musiker im Schlaf gestorben sei. Einzelheiten zur Todesursache wurden nicht mitgeteilt. Weiland hatte immer wieder mit Alkohol- und Rauschgiftexzessen für Schlagzeilen gesorgt. Seine Heroinsucht habe er aber überwunden, beteuerte er mehrfach selbst.

Erfolge in den 1990er Jahren

Weiland hatte mit Freunden 1987 die Grunge-Band Stone Temple Pilots gegründet. Das erste Album "Core" wurde 1992 veröffentlicht, der größte Hit der Band war der Titel "Plush". In den 90er Jahren hatte die Band große Erfolge, ihre Platten verkauften sich gut. 2002 löste sich die Gruppe auf. Ein Jahr später schloss sich Weiland der Gruppe Velvet Revolver an, der vor allem ehemalige Mitglieder von "Guns N'Roses" angehörten. Sechs Jahre später trennte sich die Band von dem Sänger, dem sie "zunehmend unberechenbares Verhalten auf der Bühne" vorwarf.

2009 kam es zur Wiederbelebung der Stone Temple Pilots. Das erste Album nach dem Neustart, insgesamt das sechste, war ein Erfolg, doch die Gruppe war immer von der Unberechenbarkeit und den Krisen Weilands überschattet. 2013 warfen ihn die Bandmitglieder schlicht hinaus. Weiland versuchte es mit den Wildabouts, war aber nur mäßig erfolgreich.

wl/uh (dpa, afp)