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Nach Auslieferung an US-Behörden

US-Richter lockert Haftbedingungen für Drogenboss "El Chapo"

Der in den USA inhaftierte mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán, besser bekannt als "El Chapo", bekommt bessere Haftbedingungen. Amnesty International hatte zuvor gesagt, die aktuellen Bedingungen seien unnötig hart.

Guzman darf künftig Briefe an seine Frau schreiben. Familienbesuch darf der Drogenbaron jedoch auch weiterhin nicht erhalten, ebensowenig wie Telefonanrufe. Ein Ende der Einzelhaft sowie den Besuch von Vertretern der Menschenrechtsorganisation Amnesty International bei Guzmán lehnte der Richter ebenfalls ab.

Die strengen Haftauflagen, so der zuständige New Yorker Bundesrichter Brian Cogan, seien notwendig, um einen neuerlichen Gefängnisausbruch Guzmáns zu verhindern. "El Chapo" war in der Vergangenheit in Mexiko zweimal aus der Haft entkommen - das zweite Mal sogar trotz lückenloser Videoüberwachung seiner Gefängniszelle. Auch müsse verhindert werden, dass der Drogenboss aus dem Gefängnis heraus Gewalt gegen mutmaßliche Verräter in den eigenen Reihen organisiere oder die Geschäfte seines Sinaloa-Kartells leite.

Amnesty International hält Haftbedingungen für unnötig hart

Mexiko Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano Zelle von El Chapo Guzman (Getty Images/AFP/Y. Cortez)

Aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Mexiko konnte Guzmán 2015 ausbrechen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte sich zuvor besorgt über Guzmáns Haftbedingungen geäußert. Diese seien offenbar "unnötig hart" und würden gegen humanitäre Standards verstoßen. Die mexikanischen Behörden hatten den mutmaßlichen Chef des Sinaloa-Rauschgiftkartells nach zwei spektakulären Gefängnisausbrüchen an die USA ausgeliefert. "El Chapo" wartet nun auf seinen Prozess. Er ist unter anderem wegen Waffenvergehen und Drogenhandels angeklagt, ihm droht lebenslange Haft in einem US-Hochsicherheitsgefängnis.

Die Behörden in Mexiko hoffen unterdessen, mehr über den Aufbau des Rauschgiftkartells zu erfahren. Am Dienstag wurde López Núñez in Mexiko-Stadt festgenommen. Núñez gilt als die rechte Hand von Drogenbaron Guzmán.

bru/fab (AFP,dpa)

 

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