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Dieselskandal

US-Richter gibt VW noch etwas Zeit

Eine letzte Frist für den deutschen Konzern in den USA: Bis Montag soll nun klar werden, welche Entschädigung die VW-Kunden mit Drei-Liter-Fahrzeugen nach dem Dieselskandal bekommen.

Im Ringen um die Entschädigung von rund 80.000 Volkswagen-Kunden in den USA mit umweltbelastenden Dieselautos soll über das Wochenende eine Lösung gefunden werden. Richter Charles Breyer am Bezirksgericht San Francisco zeigte sich optimistisch, dass eine Einigung bevorsteht. Es habe beträchtliche Fortschritte gegeben. Daher gab der Richter den Parteien noch etwas Zeit.

Die Anhörung zu einem Vergleich über die Drei-Liter-Motoren der VW-Tochter Audi hatte er bereits vier Stunden später angesetzt, um noch weitere Verhandlungen zu ermöglichen. Ende November war der erste Anlauf zu einer Lösung im Abgasskandal verschoben worden. Offen ist noch die Höhe der Entschädigungszahlung für die Kunden der Modelle von VW, Audi und Porsche, die zurückverkauft oder nachgerüstet werden müssen.

Nochmal 200 Millionen mehr?

Der Autobauer soll Agenturberichten zufolge zu einer Zahlung von mehr als 200 Millionen Dollar zum Ausgleich der übermäßigen Stickoxid-Emissionen durch die betroffenen Dieselautos bereit sein. Diese Summe käme zu den 2,7 Milliarden Dollar hinzu, die der Wolfsburger Konzern bereits im ersten großen Vergleichspaket für 475.000 Wagen mit Zwei-Liter-Motoren an Zahlungen für Umweltfonds zusagen musste. Das Gesamtpaket dazu - aus Rückkauf und Reparatur, Umweltfonds und Kundenentschädigung - beläuft sich auf bis zu 16,5 Milliarden Dollar.

USA Richter Charles Breyer (picture-alliance/dpa/U.S. Government)

Richter Charles Breyer

Der Skandal um weltweit rund elf Millionen Wagen mit manipulierten Testwerten zum Ausstoß von Stickoxiden war im September 2015 zuerst in den Vereinigten Staaten aufgeflogen. Dies stürzte Volkswagen in eine tiefe Krise, brachte Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn zu Fall und führte zu Milliarden-Rückstellungen.

ml/rb (dpa, rtr, afp)