US-Republikaner erleiden Schlappe in Trump-Hochburg | Aktuell Amerika | DW | 14.03.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Pennsylvania

US-Republikaner erleiden Schlappe in Trump-Hochburg

Den Republikanern von US-Präsident Trump droht bei der Nachwahl in ihrer Hochburg Pennsylvania eine empfindliche Niederlage. Der Demokrat Lamb erklärte sich zum Sieger, die Zahlen sind aber noch nicht eindeutig.

Ein sichtlich gelöster Conor Lamb nach dem unerwarteten Erfolg (picture-alliance/newscom/UPI/P. Benic)

Ein sichtlich gelöster Conor Lamb nach dem unerwarteten Erfolg

Bei einer Nachwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania haben die Republikaner Wählerstimmen eingebüßt. Das Rennen um einen vakanten Sitz im Repräsentantenhaus war äußerst eng: Bei 99 Prozent der ausgezählten Stimmen für den 18. Distrikt lag der Demokrat Conor Lamb mit nur 847 von rund 223.000 Stimmen vor dem Republikaner Rick Saccone. Das entspricht 0,4 Prozentpunkten. Für die Entscheidung fehlten zuletzt einige tausend Briefwahlstimmen, die erst im Lauf der Nacht (Ortszeit) mehrere Stunden lang gezählt werden sollten.

Der Republikaner Rick Saccone während der Auszählung der Stimmen (picture-alliance/AP Photo/K. Srakocic)

Der Republikaner Rick Saccone während der Auszählung der Stimmen

Lamb reklamierte den Sieg für sich, während es Saccone ablehnte, vor Auszählung aller Stimmen seine Niederlage einzuräumen. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für US-Präsident Donald Trump und seine Partei vor den im November anstehenden Kongresswahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit im Kongress verteidigen wollen.

Anhänger der Demokraten verfolgen die ersten Wahlergebnisse (picture-alliance/AP Photo/G.J. Puskar)

Anhänger der Demokraten verfolgen die ersten Wahlergebnisse

Das Ergebnis bedeutet in jedem Fall einen Erfolg für die Demokraten, da die Republikaner den Wahlbezirk seit Jahren dominieren. Die Republikaner haben den Distrikt vor dieser Wahl acht Mal nacheinander gewonnen. Der geringste Abstand zum konkurrierenden Demokraten waren dabei 15 Punkte. Der Bezirk ist so republikanisch, dass 2014 und 2016 erst gar kein Demokrat antrat. 

Donald Trump (M.) am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt für Saccone (Reuters/J. Roberts)

Donald Trump (M.) am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt für Saccone

Trump hatte den Bezirk bei der Präsidentschaftswahl 2016 mit fast 20 Punkten Vorsprung für sich entschieden. Er hatte am Samstag mit einem Auftritt in Pennsylvania sein ganzes Gewicht für Saccone in die Waagschale geworfen. Die Wahl war nötig geworden, weil der Republikaner Tim Murphy 2017 wegen einer sexuellen Affäre zurückgetreten war.

Der Demokrat Lamb (33), ein Ex-Marine und früherer Staatsanwalt, hatte vergleichsweise konservative Positionen bezogen. Lambs sehr starkes Abschneiden könnte im Wahljahr andere Demokraten ermutigen, es mit einer ähnlichen Strategie zu versuchen. Das enge Ergebnis dürfte in der Partei des US-Präsidenten mit Blick auf den Herbst alle Warnlampen angehen lassen. 

stu/fab (afp, dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt