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USA-Frankreich

US-Präsident Trump zu Paris-Besuch eingetroffen

Für zwei Tage kann US-Präsident Trump zumindest geografisch von seinen politischen Affären in den USA Abstand gewinnen. Doch auch sein Besuch bei Präsident Macron in Paris dürfte anstrengend werden.

Nach der Landung auf dem Pariser Flughafen erwarten den US-Präsidenten Donald Trump und seine Frau Melanie unter anderem ein touristisches Programm. Zunächst besucht er gemeinsam mit Präsident Emmanuel Macron das Grab des französischen Kaisers Napoleon. Später ist ein Abendessen zusammen mit den Ehefrauen der Präsidenten im Sternerestaurant des Eiffelturms geplant.

Höhepunkt des zweitägigen Besuchs ist das gemeinsame Begehen des französischen Nationalfeiertages, zu dem Macron den US-Präsidenten als Ehrengast eingeladen hatte. Trump wird am Freitag die traditionelle Militärparade auf den Champs-Élysées besuchen. Anlass ist der 100. Jahrestag des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg an der Seite Frankreichs.

Kritische Themen der Visite 

Verkompliziert wird der symbolträchtige Besuch vom anhaltenden Streit mit den USA in Sachen Klimaschutz und Welthandel. Dieser zeichnete sich bereits im Rahmen des G20-Gipfels von Hamburg ab. Frankreichs Regierungssprecher erklärte vorab, Macron wolle Trump mit der Einladung symbolisch die Hand reichen. Der Franzose hatte die Abkehr der USA vom historischen Pariser Klimaabkommen scharf kritisiert. Im Élyséepalast wurde nun hervorgehoben, dass es bei anderen Themen viele Übereinstimmungen gebe. Die Präsidenten wollen vor allem über den Anti-Terror-Kampf und den Syrien-Konflikt sprechen.

Die zweitägige Reise wird zudem von der weiteren Aufarbeitung der Russland-Affäre überschattet. Die zieht immer mehr Vertraute aus dem inneren Zirkel von US-Präsident Donald Trump in ihren Strudel. Sein Sohn Donald Trump Jr. steht bereits wegen eines Treffens mit einer russischen Anwältin unter massivem Beschuss. Nun will der Justizausschuss des Senats auch noch Trumps ehemaligen Wahlkampfchef befragen. Außerdem wurde erstmals ein Verfahren zur Amtsenthebung des republikanischen Präsidenten beantragt. Es dürfte allerdings geringe Erfolgschancen haben.

Trump lobt Treffen mit Putin 

Der 39-jährige Präsidentensohn machte am Dienstag einen E-Mail-Wechsel mit dem Publizisten Rob Goldstone öffentlich. Daraus geht hervor, dass ihm belastende Informationen über Hillary Clinton, die Konkurrentin seines Vaters bei der Präsidentschaftswahl, in Aussicht gestellt worden waren. Die E-Mails gelten als bisher klarstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps Wahlkampfteam möglicherweise mit Russland zusammenarbeiteten und geheime Absprachen beider Seiten bestanden haben könnten. 

US-Geheimdienste beschuldigen Moskau seit längerer Zeit, hinter Attacken auf E-Mail-Konten der Demokraten zu stehen. Sie werfen dem Kreml vor, sich auf diese Weise in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Clinton zu schaden.

Letzteres bestritt Trump in einem Interview mit dem christlichen US-Sender CBN. Darin lobte er das Treffen zwischen ihm und Putin während des G20-Gipfels in Hamburg und ergänzte: Er glaube, dass Putin es besser gefunden hätte, wenn seine Konkurrentin Hillary Clinton die Präsidentschaftswahl gewonnen hätte. "Wenn Hillary gewonnen hätte, wäre unser Militär dezimiert worden. Unsere Energie wäre viel teurer geworden. Das ist etwas, was Putin an mir nicht mag", sagte Trump. Deshalb ergebe es keinen Sinn, dass es heiße, Putin habe ihn als Kandidaten favorisiert. 
 

bri/djo (afp, dpa)

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