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USA

US-Präsident Trump macht sich auf in den Urlaub

Für Wirbel in vielfacher Hinsicht hat Donald Trump in den vergangenen Monaten allemal gesorgt. Jetzt ist mit einer kleinen Atempause zu rechnen. Warum? Ganz einfach: Der US-Präsident startete in den Sommerurlaub.

Er verließ das Weiße Haus und die Hauptstadt Washington für einen 17-tägigen Urlaub in einem seiner luxuriösen Resorts, dem Golf-Club Bedminster bei New York. Die Maschine mit Trump an Bord hob vom Luftwaffenstützpunkt Andrews in Richtung Morristown in New Jersey ab.

Trump hatte in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Es geht vor allem um mögliche Kontakte seines Wahlkampfteams zu Russland, aber auch um die Außendarstellung des Präsidenten. So feuerte er seinen Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci nach nur zehn Tagen, zuvor hatte Pressesprecher Sean Spicer entnervt den Rückzug angetreten.

Dieses Personalchaos hat möglicherweise auch an den Nerven des US-Präsidenten selbst gezehrt. Tatsache ist jedenfalls: Seit seinem Amtsantritt im Januar hat Trump bereits zahlreiche Wochenenden außerhalb Washingtons in dem Golf-Anwesen in Bedminster oder in seinem Privatclub Mar-a-Lago in Florida verbracht. Die US-Presse listete akribisch auf, dass der amtierende Präsident bereits deutlich mehr Urlaube gemacht habe als sein Vorgänger Barack Obama.

Mehr Freizeit als Vorgänger Obama

Laut "Washington Post", die besonders genau zählte und auch Trumps Golf-Partien einrechnete, kam er bis dato auf 53 Tage "Freizeit" gegenüber 15 für Obama zum selben Zeitpunkt. Im Wahlkampf und noch später hatte Trump gesagt, er werde das Weiße Haus "selten verlassen, weil es so viel Arbeit gibt. Ich werde keine Zeit haben, Golf zu spielen", sagte er etwa im August vergangenen Jahres. Da hatte er sich noch dutzendfach öffentlich über den Golf spielenden Obama mokiert.

US-Präsidenten gehen traditionell im August in den Urlaub. Barack Obama reiste nach Hawaii oder Martha's Vineyard, George W. Bush auf seine Ranch nach Texas. Von Seiten des Weißen Hauses wird stets betont, ein US-Präsident könne seinen Amtsgeschäften überall nachgehen, auch am Urlaubsort.

Hitze im Büro

Eine Sprecherin von Donald Trump begründete den 17-tägigen Urlaub auch mit dem Hinweis auf Renovierungsarbeiten am westlichen Flügel des Weißen Hauses, wo der Präsident sein Büro hat.

"Der West Wing wird zwei Wochen lang keine Klimaanlage haben, deswegen müssen der Präsident und sein Stab ausziehen. Ich denke, niemand würde gerne ohne Klimaanlage im West Wing sein, wenn es im Washingtoner Sommer fast 100 Grad warm ist", sagte sie. In den USA wird die Temperatur in Fahrenheit gemessen, der Wert entspricht etwa 40 Grad Celsius.

haz/wo (dpa, afp)