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Aktuell Welt

US-Präsident Obama setzt auf Frauenpower

Der US-Präsident hat zwei Frauen für strategische Posten in seiner Regierung ausgewählt: Susan Rice wird Sicherheitsberaterin, Samantha Power Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

Eigentlich wollte US-Präsident Barack Obama zu Beginn seiner zweiten Amtszeit seine Vertraute Susan Rice zur Nachfolgerin von Hillary Clinton an der Spitze des Außenministeriums machen. Doch angesichts massiven Widerstandes der konservativen Republikaner erklärte Rice Ende 2012, sie stehe für das Amt nicht zur Verfügung.

Die Opposition warf ihr vor, als US-Botschafterin bei den UN die Öffentlichkeit nach dem Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Benagasi im September 2012 zunächst falsch informiert und den Terrorakt heruntergespielt zu haben. Bei dem Anschlag radikaler Islamisten waren vier US-Bürger getötet worden, unter ihnen auch der Botschafter in Libyen. Rice hatte von "spontanen Protesten" vor der diplomatischen Vertretung gesprochen. Den Job des Außenministers bekam dann John Kerry.

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Obama ernennt Rice zur Sicherheitsberaterin

"Mutige Patriotin"

Nun übernimmt Rice eine der bedeutendsten Aufgaben in der Regierungsmannschaft. Obama stellte die 48-Jährige in Washington als neue nationale Sicherheitsberaterin vor (Artikelbild rechts). Er lobte sie als Patriotin, für die ihr Land an erster Stelle stehe. Sie sei "mutig und stark", erklärte Obama über seine langjährige politische Wegbegleiterin und fügte im Scherz an, sie sei auch eine gute Basketballerin.

Rice wird damit eine seiner wichtigsten außenpolitischen Mitarbeiterinnen. Den Posten des Sicherheitsberaters kann Obama - anders als den Außenministers - ohne Zustimmung des Senats besetzen. Rice löst Anfang Juli den als amtsmüde geltenden Sicherheitsberater Thomas Donilon ab, wenn Obama von seinen Reisen nach Europa und Asien zurückgekehrt ist.

Samantha Power soll US-Botschafterin bei den UN werden (Foto: AP)

Samantha Power soll US-Botschafterin bei den UN werden

Rice gilt als Befürworterin von sogenannten humanitären Interventionen im Ausland, um massive Menschenrechtsverletzungen oder Völkermord wie im afrikanischen Ruanda Mitte der 1990er Jahre zu verhindern. Sie unterstützte auch den Militäreinsatz in Libyen, der zum Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi führte. Nach Spekulationen in Washington könnte Rice bei Obama für ein deutlich aktiveres Handeln der USA in der Syrienkrise werben.

Als Nachfolgerin von Rice als Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen nominierte Obama die Professorin Samantha Power. Die in Irland geborene Power war von 2009 bis 2013 im Nationalen Sicherheitsrat für multilaterale Themen und Menschenrechte zuständig.

wl/mak/sc (dpa, afp, rtr)

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