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Tennis

US Open: Stephens schockt Venus Williams

Die US Open waren schon bisher für manche Überraschung gut. Und nun gibt es wieder eine: Die Weltranglisten-83. verwehrt der zweimaligen Flushing-Meadows-Gewinnerin den Einzug ins Finale.

Sloane Stephens (im Bild links) hatte nach einer Fuß-OP und einer elfmonatigen Pause erst Anfang Juni ihr Comeback auf der Tour gegeben. Nun steht die 24-Jährige im Endspiel von New York. Im amerikanischen Halbfinale gegen Venus Williams siegte Stephens nach einer wahren Achterbahnfahrt mit 1:6, 6:0, 5:7.

"Ich habe keine Worte für das, was passiert ist. Es ist unglaublich", sagte Stephens und meinte: "Ich weiß nicht, wie ich hierher gekommen bin. Aber ich weiß, es war harte Arbeit." Stephens, die im Achtelfinale Julia Görges (Bad Oldesloe) ausgeschaltet hatte, ist erst die vierte ungesetzte Spielerin in der Open Era, die ins Finale von Flushing Meadows einziehen konnte.

Anfang August hatte sie nur auf Platz 934 im WTA-Ranking gestanden. Jetzt wird sich die Tochter eines verstorbenen NFL-Profis und einer College-Schwimmerin mindestens auf Rang 22 im Tableau verbessern.

Die 37-jährige Venus Williams, ältere Schwester von Serena Williams, verpasste indes den Einzug in ihr drittes Major-Endspiel 2017 und die Chance, die bislang älteste Grand-Slam-Siegerin der Open Era zu werden. Die Vorentscheidung fiel im dritten Satz, als die fünfmalige Wimbledonsiegerin ihren Aufschlag zum 5:6 abgeben musste.

Tennis US Open Madison Keys - CoCo Vandeweghe (Reuters/M. Segar)

Madison Keys steht nach ihrem Sieg über Coco Vandeweghe im Finale der US Open

Stephens gegen Keys im Finale 

Das zweite, ebenfalls rein amerikanischen Halbfinale, gewann anschließend die 22-jährige Madison Keys klar mit 6:1 und 6:2 gegen CoCo Vandeweghe. Stephens und Keys zogen beide erstmals in das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers ein, das am Samstag stattfindet.

rb/se (dpa, sid)