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Tennis

US Open: Del Potro besiegt Federer im Viertelfinale

Tennis-Star Roger Federer hat das Duell mit Juan Martin del Potro verloren und bei den US Open das Halbfinale gegen Rafael Nadal verpasst. Für "Delpo" ist dies nach Rückschlägen und Depressionen ein grandioses Comeback.

Juan Martin del Potro nach seinem Sieg (Reuters/S. Stapleton)

Juan Martin del Potro nach seinem Sieg

Der erwartete Halbfinal-Showdown zwischen Roger Federer und Rafael Nadal bei den US Open fällt aus. Der Schweizer Tennis-Star verlor überraschend das Duell mit Juan Martin del Potro 5:7, 6:3, 6:7 (8:10), 4:6. Damit verpasste es der Australian-Open- und Wimbledongewinner, seinem Dauerrivalen in die Vorschlussrunde zu folgen. Der 36-Jährige muss damit dem Spanier auch weiterhin Platz eins der Weltrangliste überlassen. Das Dauerduell der beiden Superstars war kurioserweise noch nie in Flushing Meadows ausgetragen worden.

Federer wirkte beim Viertelfinal-Auftritt vor knapp 24.000 Zuschauern gegen den Argentinier angespannt, vier nicht genutzte Satzbälle im dritten Abschnitt leiteten seine Niederlage ein. In seinem bislang grandiosen Tennis-Jahr hatte er bei beiden Majors, zu denen er angetreten war, triumphiert. Seine Hoffnung auf den sechsten US-Open-Titel endete früh. 

Für del Potro, gefeiert von argentinischen Fans mit lauten Sprechchören, ist es eine große Comeback-Story. Drei Handgelenk-Operationen sowie Depressionen hatten ihn bis auf Rang 1045 (Februar 2016) abstürzen lassen. 

Nach 2:51 Stunden verwandelte del Potro mit seinem insgesamt 48. direkten Gewinnschlag seinen ersten Matchball und bekreuzigte sich auf dem Platz. Die Gaucho-Fangemeinde stand Kopf. "Es war ein großes Spiel. Mir ist es gelungen, gut aufzuschlagen und meine Vorhand so fest wie möglich zu schlagen", sagte del Potro. "Wir haben ein großartiges Match gespielt, und am Ende habe ich es verdient gehabt, zu gewinnen." 

Federer wirkte während des Matches angespannt (Reuters/USA Today Sports/J. Lai)

Federer wirkte während des Matches angespannt

Der frühere US-Open-Sieger del Potro fordert am Freitag den Spanier Nadal. "Delpo" hat acht der 13 bisherigen Duelle gegen den Linkshänder verloren. Im zweiten Halbfinale stehen sich die beiden Außenseiter Pablo Carreno Busta aus Spanien und Kevin Anderson aus Südafrika gegenüber. 

Federer und del Potro hatten sich vor acht Jahren bei den US Open im Endspiel gegenüber gestanden, der damals 20-jährige Argentinier beendete überraschend die Erfolgsserie des Schweizers mit fünf Titeln in New York in Serie. Auch diesmal zeigte der Außenseiter in einer umkämpften und spannenden Abend-Show eine starke Leistung. 

Del Potro gewann nach eigener Einschätzung verdient (Reuters/S. Stapleton)

Del Potro gewann nach eigener Einschätzung verdient

Von den oberen Rängen des Arthur-Ashe-Stadions schallten "Delpo, Delpo"-Rufe - und es war der Maestro, der bei seinem Aufschlag im ersten Satz als Erster in Bedrängnis geriet. Eine Vorhand des Argentiniers zischte am angreifenden Federer vorbei. Der Südamerikaner führte und schloss kurz darauf den ersten Satz ab. 

Zwei Tage zuvor hatte sich der 28-Jährige in seinem Wahnsinns-Match gegen den Österreicher Dominic Thiem krank gefühlt. Gegen Federer ließ der Weltranglisten-28. manchen Ball laufen. Im zweiten Satz schrie Federer ungewohnt laut "Komm jetzt", als er sich Breakbälle erspielte und dem Gegenüber den Aufschlag zu Null zum 3:1 abnahm. Der Wackler del Potros reichte zum Satzausgleich. 

Nach einem 2:4-Rückstand im dritten Durchgang rettete sich der 19-fache Grand-Slam-Turniersieger noch in den Tiebreak. Doch dann zeigte der Baseler ungewohnte Schwächen - wie auch im vierten Satz. 

Bei den Damen kommt es zu amerikanischen Tennis-Festtagen in Flushing Meadows: In Madison Keys, CoCo Vandeweghe, Venus Williams und Sloane Stephens bestreiten erstmals seit 32 Jahren und seit den Zeiten von Martina Navratilova vier amerikanische Tennis-Damen die beiden Halbfinals eines Grand-Slam-Turniers. 

stu/pg (dpa, sid)

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