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Tennis

US Open: Außenseiter kämpfen sich nach oben

In New York erreichen mit Sloane Stephens (USA) und Pablo Carreno Busta (Spanien) zwei Außenseiter die Vorschlussrunde. Auch Venus Williams schafft den Sprung unter die besten Vier, ebenso Kevin Anderson aus Südafrika.

Sloane Stephens bei den US-Open in New York (picture-alliance/abaca/V. Furuncu)

Äußerst erfolgreich in Flushing Meadows: Sloane Stephens

Zwei Tage nach ihrem Sieg gegen Julia Görges hat die ungesetzte US-Amerikanerin Sloane Stephens erstmals das Halbfinale der US Open erreicht. Die 24-Jährige setzte sich in New York überraschend gegen die an Position 16 gesetzte Anastasija Sevastova aus Lettland 6:3, 3:6, 7:6 (7:4) durch. In einem spannenden Viertelfinale über rund zweieinhalb Stunden verwandelte Stephens, angetrieben von den Zuschauern, ihren ersten Matchball. In der Vorschlussrunde trifft Stephens am Donnerstag auf ihre schon 37 Jahre alte Landsfrau Venus Williams, die gegen Petra Kvitova aus Tschechien denkbar knapp mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:2) gewann. 

Im Achtelfinale hatte Stephens die Deutsche Görges in drei Sätzen besiegt. Die Amerikanerin war nach einer Fußoperation und einer elf Monate langen Verletzungspause in Wimbledon auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Als Weltranglisten-83. ist sie nun die am niedrigsten platzierte Spielerin im Halbfinale seit Angelique Kerber im Jahr 2011. Kerber hatte vor sechs Jahren sensationell als Nummer 92 die besten Vier erreicht und ihren Weg in die Weltspitze begonnen.

Außenseiter Busta ohne Satzverlust

Pablo Carreno Busta konnte mit seinem Einzug ins Halbfinale in New York seinen bislang größten Erfolg feiern. Der an Position zwölf gesetzte Spanier besiegte in der Runde der letzten acht den Argentinier Diego Schwartzman mit 6:4, 6:4, 6:2 und steht erstmals in der Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers. "Davon habe ich immer geträumt. Ich habe aber nicht gedacht, dass es klappt. Es ist sehr aufregend, im Halbfinale zu stehen", meinte Carreno Busta. Nach 1:59 Stunden verwandelte der 26-Jährige seinen ersten Matchball auf dem Centre Court im Arthur-Ashe-Stadium und ließ seinen Tennisschläger überglücklich fallen.

2017 US Open Tennis Championships Pablo Carreno (picture-alliance/abaca/V.Furuncu)

Pablo Carreno Busta profitiert in New York vom gemeinsamen Training mit Freund Rafael Nadal

Der Spanier hat beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres bislang noch keinen einzigen Satz abgegeben. Allerdings hatte es die Auslosung auch gut mit ihm gemeint: In den vier vorherigen Runden bis zum Viertelfinale hatte er ausschließlich gegen Qualifikanten antreten müssen. "Meine größte Stärke ist, dass ich an mich glaube. Und das viel mehr als in den letzten Jahren", sagte er über sein Motto. 

Carreno Busta hatte bei den French Open im Mai zum ersten Mal den Sprung in ein Major-Viertelfinale geschafft, dort aber dann gegen seinen Landsmann und Davis-Cup-Kumpel Rafael Nadal verletzt aufgeben müssen. Mit dem Weltranglistenersten Nadal versucht "PCB", so oft wie möglich zu trainieren. "Rafa ist wichtig für mich. Ich sehe zu, viel von ihm zu lernen - wie trainiert er, was macht er vor den Einheiten oder danach? Das versuche ich mir abzuschauen", erklärte Carreno Busta.

In einem weiteren Viertelfinale schlug Kevin Anderson aus Südafrika den höher gesetzten US-Amerikaner Sam Querrey mit 7:6, 6:7, 6:3, 7:6. 

asz/wa/ml (sid, dpa)

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