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US Open

US Open: Alexander Zverevs Traum ist geplatzt

Für die deutsche Nummer eins der Tennisprofis, Alexander Zverev, ist das Grand-Slam-Turnier in New York bereits nach zwei Runden beendet. Der Shooting-Star packt frustriert seine Koffer.

Gerade einmal zwei Runden sind bei den US Open gespielt, und schon ist im Lager des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) Ernüchterung eingekehrt. Nach Titelverteidigerin Angelique Kerber verabschiedete sich mit Alexander Zverev auch der große Hoffnungsträger aus deutscher Sicht frühzeitig aus dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Der 20-Jährige, in New York an Nummer vier gesetzt, verlor sein Zweitrundenspiel gegen den Kroaten Borna Coric in vier Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:7 (1:7) und 6:7 (4:7).

Wegen seiner beiden Erfolge bei den Hartplatzturnieren in Washington und Montreal und dem Sprung auf Platz sechs der Weltrangliste war der jüngere der beiden Zverev-Brüder als heißer Titelanwärter gehandelt worden - zumal mit dem Serben Novak Djokovic, dem Briten Andy Murray und dem Schweizer Stan Wawrinka gleich drei Mitfavoriten für die US Open abgesagt hatten. 

Drei Satzbälle vergeben

Zverev verabschiedet sich von den Tennisfans in New York. Foto: Getty Images

Abschied von den Tennisfans in New York

Im vierten Durchgang vergab die deutsche Nummer eins beim Stand von 6:5 drei Satzbälle in Folge gegen den stark auftrumpfenden Coric. Nach 3:26 Stunden besiegelte ein Vorhandfehler das frühe Turnier-Aus Zverevs. "Ich habe keine Lust mehr aufs Lernen", sagte der Shooting-Star im deutschen Männertennis nach dem bitteren K.o. gegen Coric frustiert. "Ich habe im zweiten und dritten Satz sehr, sehr schlecht gespielt. Das ist einfach enttäuschend. Ich weiß, dass ich hier große Dinge hätte erreichen können. Dinge, die ich bislang noch nicht erreicht habe. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten und diesen Titel vielleicht in der Zukunft zu gewinnen."

Ebenfalls die Koffer packen muss Qualifikant Cedrik-Marcel Stebe. Er verpasste eine weitere Überraschung und schlich geplagt von Schmerzen in der Hüfte geschlagen vom Platz. Er unterlag in der zweiten Runde dem Bosnier Damir Dzumhur nach starkem Beginn mit 6:4, 4:6, 0:6, 1:6. Dustin Brown verlor mit 1:6, 3:6, 6:7 (3:7) gegen den Spanier Roberto Bautista Agut. 

Mischa Zverev und Julia Görges in Runde drei

Damit ist das Feld der bei den US Open gestarteten deutschen Profis von 13 auf sechs geschrumpft. Am Mittwoch zogen Mischa Zverev und Julia Görges in die dritte Runde ein. Zverev musste beim 6:3, 6:2, 3:6, 6:7 (3:7), 7:5 gegen Benoit Paire aus Frankreich über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. Görges erledigte ihre Aufgabe beim 6:2, 6:1 gegen die Chinesin Zheng Saisai souverän und präsentierte sich in guter Form. Philipp Kohlschreiber ist bei seiner 15. US-Open-Teilnahme seit 2003 als dritter deutscher Profi in die dritte Runde von New York eingezogen. Der Weltranglisten-37. führte mit 6:2, 6:1, 3:0, ehe sein Gegner Santiago Giraldo (Kolumbien) wegen einer Handverletzung aufgeben musste. Gespielt waren bis dahin 1:27 Stunden.

Zweiter Sieg für Scharapowa

Maria Scharapowa bejubelt den Einzug in die dritte Runde der US Open. Foto: Getty Images

Maria Scharapowa: Comeback nach Dopingsperre

In der dritten Runde steht ebenfalls bereits Maria Scharapowa. Die 30 Jahre alte Russin, die erst im April nach 15-monatiger Dopingsperre auf die Tour zurückgekehrt war, besiegte die Ungarin Timea Babos nach anfänglichen Problemen am Ende sicher mit  6:7 (4:7), 6:4, 6:1. Scharapowa hatte für die US Open eine Wildcard erhalten und in Runde eins bei ihrem ersten Grand-Slam-Match seit Januar 2016 die Weltranglistenzweite Simona Halep aus Rumänien aus dem Rennen geworfen.

Auch Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer hat es in die dritte Runde geschafft, wenn auch mit Mühen. In seinem zweiten Match bei diesen US Open zeigte er erneut ungewohnte Schwäche. Der Tennisprofi aus der Schweiz rang den am Ende angeschlagenen russischen Spieler Michail Juschni mit 6:1, 6:7 (3:7), 4:6, 6:4, 6:2 nieder. Wie schon beim schwer erabeiteten Auftaktsieg gegen Frances Tiafoe aus den USA benötigte Federer erneut volle fünf Sätze für den Sieg. Erst nach 3:07 Stunden machte er mit einem Schmetterball den Erfolg perfekt.

Roger Federer (Reuters/A. Kelly)

Roger Federer: Sieg erst nach fünf Sätzen

Noch nie zuvor in seiner Karriere hatte Federer in den ersten beiden Partien eines Majors über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen müssen. "Diese langen Spiele bereiten mir eine Menge Spaß. Jetzt sollte ich warm gespielt sein", sagte der 36-Jährige, der in Flushing Meadows insgesamt fünf Titel holte - seinen letzten 2008. 

Derweil sorgten Lokalmatadorin Shelby Rogers (USA) und die Australierin Daria Gavrilova für einen Rekord: Die Zweitrundenpartie der Beiden dauerte insgesamt 3:33 Stunden - und damit 17 Minuten länger als das bisher längste Damenmatch in Flushing Meadows. Am Ende behielt die Weltranglisten-62. Shelby mit 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (7:5) die Oberhand gegen Gavrilova.

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