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USA

US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die Fed hält die Füße still - noch. Denn die Märkte rechnen noch 2017 mit einer Zinsanhebung. Das dürfte bis zum Jahreswechsel aber nicht die einzige wichtige Entscheidung sein, die die US-Währungshüter betrifft.

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank, Janet Yellen (Foto: Reuters/A. P. Bernstein)

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank, Janet Yellen

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins nach der Novembersitzung ihres Offenmarktausschusses erwartungsgemäß nicht verändert. Der Zins für kurzfristige Anleihen, zu dem sich Banken über Nacht gegenseitig Geld leihen, bleibt weiterhin in einem Zielkorridor von 1,0 bis 1,25 Prozent, teilten die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen nach der Sitzung mit.

Experten hatten genau damit gerechnet. Die Notenbank hat die Zinszügel 2017 bereits zwei Mal angezogen und will noch dieses Jahr nachlegen, falls die Wirtschaft mitspielt. Viele Experten rechnen damit, dass es angesichts des anhaltenden Aufschwungs im Dezember zu einer Zinsanhebung kommen wird. Die Fed hält die Tür dafür ausdrücklich offen: Sie spricht davon, dass die US-Wirtschaft trotz der verheerenden Folgen der jüngsten Wirbelstürme in solidem Tempo wachse und sich auch die Lage am Arbeitsmarkt weiter aufgehellt habe.

US-Notenbanker Jerome H. Powell (Foto: Reuters/J.Roberts)

Trumps Favorit für die Yellen-Nachfolge: Jerome Powell

Die Entscheidung wurde überschattet von der Diskussion um die Zukunft von Fed-Chefin Janet Yellen. Ihre Amtszeit läuft im Februar 2018 aus. Die 71-Jährige steht grundsätzliche für eine Verlängerung bereit. Erwartet wird jedoch, dass US-Präsident Donald Trump am Donnerstag den Namen eines Nachfolgers bekanntgeben wird. Als Favorit wird Jerome Powell gehandelt, der der einzige Republikaner im Fed-Direktorium ist und - wie Yellen - als moderater Notenbanker gilt. Ein Zinsschritt kurz vor dem Jahreswechsel dürfte daher die letzte große Entscheidung unter Yellen sein.

sti/kle (dpa, rtr)