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Top-Thema – Podcast

US-Muslime gegen Intoleranz

Seit dem 11. September 2001 werden Muslime in den USA häufig diskriminiert. Dabei sind sie als Einzelne meist gut integriert. Sie reagieren auf Intoleranz deshalb mit Offenheit und sozialem Engagement.

Das ADAMS-Zentrum ist der religiöse Mittelpunkt für mehr als 5000 muslimische Familien und eine der größten muslimischen Gemeinden in den USA. Rizawn Jaka, Pressesprecher der Gemeinde, erklärt: "Wir wollen sicherstellen, dass die Menschen wissen, wer wir sind und dass wir Extremismus und Terrorismus ablehnen." Deshalb steht auf der Internetseite der Gemeinde auch, dass Frauen gleichberechtigt sind und man mit anderen religiösen Gemeinden zusammenarbeiten möchte.

Aus gutem Grund, denn die muslimische Gemeinde hat seit dem 11. September 2001 viel Hass erlebt – noch am Abend der Terroranschläge wurde in eine alte Moschee eingebrochen. Dennoch ist das ADAMS-Zentrum optimistisch: Die Mitglieder sind der Meinung, dass die amerikanischen Muslime sich gut integrieren können, ebenso wie die Katholiken, Italiener oder Iren im vergangenen Jahrhundert.

Doch es wird noch dauern, bis es in den USA keine Rolle mehr spielt, ob jemand Katholik oder Moslem ist. Samira Hussein jedenfalls hat schlechte Erfahrungen gemacht: Bereits während des ersten Golfkrieges wurde ihr Auto beschädigt und ihre Haustür zerstört. Die Terroranschläge vom 11. September führten zu noch mehr Problemen, denn plötzlich wurde die Sozialarbeiterin auch auf der Arbeit diskriminiert.

Samira reagierte auf die Vorfälle, indem sie ihr gesellschaftliches Engagement noch verstärkte. Sie erklärte unter anderem Schülerinnen und Schülern, warum sie ein Kopftuch trägt. Ihre Waffe, sagt sie, ist Bildung. Sie erklärt: "Ich möchte die Menschen informieren und am besten fängt man mit den Kindern an." Ihrer Meinung nach werden dann auch die Eltern ihre Ansichten ändern. Ihre Arbeit hat sich gelohnt: 2002 wurde sie von ihrem Bezirk für ihren Einsatz gegen Intoleranz ausgezeichnet.

Glossar

Intoleranz, die – die Haltung, dass man die Meinungen anderer Menschen nicht akzeptiert, weil sie eine andere Religion, Meinung o. Ä. haben

diskriminiert werden – ungerecht behandelt werden, weil man eine andere Meinung hat

integriert – in der Gesellschaft akzeptiert

soziale Engagement, das –der Einsatz für soziale Themen

Mittelpunkt, der – hier: etwas, das große Bedeutung hat

muslimisch – der Religion des Islam angehörend (Substantiv: der/die Moslem/Muslimin)

sicherstellen, dass – dafür sorgen, dass

Extremismus, der – hier: die radikale Haltung in religiösen Fragen

Terrorismus, der – das Erreichen politischer Ziele durch Gewalt

gleichberechtigt – so, dass man über die gleichen Rechte verfügt

Terroranschlag, der – ein Versuch, Menschen zu töten oder etwas zu zerstören, um Angst zu verbreiten und bestimmte Ziele zu erreichen

Moschee, die – das Gotteshaus der Muslime

einbrechen – unerlaubt (oft mit Gewalt) einen Ort betreten

optimistisch – so, dass jemand nur das Gute sieht

etwas spielt keine Rolle – etwas ist nicht von Bedeutung; etwas ist nicht wichtig

schlechte Erfahrungen machen – etwas Negatives erleben

Vorfall, der – das Ereignis

für etwas ausgezeichnet werden – für etwas geehrt werden; für etwas einen Preis bekommen

Fragen zum Text

1. Das ADAMS-Zentrum ist …

a) ein christlicher Verein.

b) eine muslimische Gemeinde.

c) eine europäische Organisation.

2. Seit dem 11. September 2011 …

a) haben amerikanische Muslime viel Hass erlebt.

b) gibt es keine Moscheen mehr in den USA.

c) wurden viele Katholiken diskriminiert.

3. Samira Hussein möchte die Menschen …

a) über ihre Religion informieren.

b) mit Waffen versorgen.

c) engagieren.

4. Ergänzen Sie: "Doch es wird noch dauern, bis es keine Rolle mehr spielt, … jemand Katholik oder Moslem ist."

a) weil

b) dass

c) ob

5. Verknüpfen Sie die beiden Sätze inhaltlich sinnvoll: "Samira reagierte auf die Vorfälle. Sie erklärte den Menschen ihre Religion."

a) Samira reagierte auf die Vorfälle, weil sie den Menschen ihre Religion erklärte.

b) Samira reagierte auf die Vorfälle, indem sie den Menschen ihre Religion erklärte.

c) Samira reagierte auf die Vorfälle, obwohl sie den Menschen ihre Religion erklärte.

Arbeitsauftrag

Finden Sie heraus, welche der folgenden Wörter keine Synonyme für das Wort "Intoleranz" sind. Schlagen Sie unbekannte Begriffe im Wörterbuch nach.

Befangenheit – Voreingenommenheit – Großzügigkeit – Engstirnigkeit – Freigiebigkeit

Autor/in: Christina Bergmann/Lukas Völkel

Redaktion: Shirin Kasraeian

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