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Wirtschaft

US-Milliardär Kirk Kerkorian gestorben

Der legendäre US-Milliardär Kirk Kerkorian ist tot. Er starb am Montagabend im Alter von 98 Jahren. Kerkorian galt als "König von Las Vegas".

Kerkorian wurde als Sohn armenischer Einwanderer in Kalifornien geboren. Einen Namen machte er sich mit Hotel- und Immobiliendeals in Las Vegas. Er galt als einer der prägendsten Köpfe hinter dem Kasino-Boom in der Wüste Nevadas. Für Schlagzeilen sorgten Kerkorians Geschäfte mit dem Unterhaltungskonzern Metro-Goldwyn-Mayer, den er insgesamt dreimal kaufte und wieder verkaufte.

Kerkorian investierte auch abseits der Film- und Glücksspielbranche in großem Stil - so hielt er zwischenzeitlich beispielsweise wesentliche Anteile an den Autoriesen Chrysler und General Motors. Das US-Magazin "Forbes" schätzte sein Vermögen zuletzt auf etwa 3,6 Milliarden Euro.

Ein bewegtes Leben: Vom Amateurboxer zum Piloten zum Hotelbetreiber

Kerkorians Leben war auch vor seiner Zeit als Investor bunt und bewegt: Er war zunächst Amateurboxer und schaffte es vor dem Zweiten Weltkrieg bis zum Weltergewicht-Champion. Ab 1939 zog ihn dann das Fliegen in seinen Bann: Kerkorian wurde Pilot in der Royal Air Force. Nach dem Krieg baute er auch seine Geschäftskarriere auf die Luftfahrt auf - 1948 gründete er die "Trans International Airlines", die er 20 Jahre später für rund 100 Millionen US-Dollar verkaufte.

In den 1960er Jahre begann auch seine Karriere als "König von Las Vegas". Er kaufte mehrere Grundstücke und ließ darauf Casinos und Hotels errichten. Bis zu seinem Tod war Kerkorian Hauptaktionär des Casino- und Hotelbetreibers MGM Resorts International mit Sitz in Las Vegas. Vor allem in Deutschland wurde Kerkorian in Zusammenhang mit der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler 1998 bekannt. Kerkorians Unternehmen war seinerzeit Hauptaktionär Chryslers. Kerkorian verklagte Daimer-Benz auf acht Milliarden Dollar Schadenersatz, weil der Zusammenschluss seiner Meinung nach keine "Fusion unter Gleichen" war, sondern eine Übernahme Chryslers durch Daimler-Benz. Kerkorian verlor den Prozess.

Bru / hmf (dpa/AFP)

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