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Vereinigte Staaten

US-Milliardär David Rockefeller gestorben

Die Familie der Rockefellers kennt in den USA jedes Kind. Durch Erdöl wurde die Dynastie steinreich. Sie gründete wohltätige Stiftungen und unterstützte Kunst und Wissenschaft.

Der Familienpatriarch und Milliardär David Rockefeller ist tot. Der frühere Banker sei in seinem Haus nördlich von New York im Alter von 101 Jahren an Herzversagen gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher der Familie.

Der frühere Bank-Chef war das letzte noch lebende Enkelkind des legendären Ölmagnaten John D. Rockefeller Senior.  Sein Vater John D. Rockefeller Junior war dessen einziger Sohn. Seine Mutter Abby profilierte sich als Kunstmäzenin, die das Museum of Modern Art in New York mit gründete.

Milliardenvermögen

Rockefellers Reichtum wurde vom "Forbes"-Magazin zuletzt auf rund 3,3 Milliarden Dollar geschätzt. Neben seinem Vermögen besaß Rockefeller eine große Sammlung zeitgenössischer Kunst und eine der umfangreichsten Sammlungen der Welt. Im Laufe seines Lebens soll der Philantroph nach US-Medienberichten etwa zwei Milliarden Dollar gespendet haben.  

Rockefeller diente einigen US-Präsidenten als inoffizieller Emissär bei heiklen diplomatischen Missionen. Präsident Jimmy Carter bot ihm das Finanzministerium an, was der Milliardär jedoch ablehnte. Seit Mitte der 1950er Jahre war Rockefeller geschäftlich und freundschaftlich mit dem späteren US-Außenminister Henry Kissinger verbunden.

wl/ww (dpa, rtre)