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Aktuelles

US-Militärchef Dempsey im Irak

Der US-Generalstabschef berät im Irak mit Regierungsvertretern über den Kampf gegen die Dschihadisten. Es ist sein erster Besuch nach Beginn der US-geführten Luftangriffe.

US-Generalstabschef Martin Dempsey ist im Irak gelandet, teilte der US-Diplomat Brett McGurk über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. McGurk selber ist Stellvertreter des Koordinators für die internationale Koalition gegen den "Islamischen Staat" (IS), Ex-General John Allen. In Bagdad wolle er sich einen Eindruck verschaffen, wie die amerikanische Unterstützung für die irakischen und kurdischen Truppen vorankommen, so Dempsey nach seiner Ankunft. Auch wolle er mit Vertretern der Regierung und der irakischen Streitkräfte über die "nächste Phase" im Kampf gegen die Terrororganisation sprechen und sicherstellen, dass die nötigen Ressourcen bereitstünden.

Irakische Gebiete wieder unter Kontrolle

Eine von den USA angeführte internationale Allianz - darunter europäische und arabische Staaten - bombardiert seit Anfang August für die Extremisten strategische wichtige Stellungen im Irak, seit Anfang September auch in Syrien. US-Präsident Barack Obama hatte kurzlich angekündigt, dass er die Einheiten zur Ausbildung und Beratung der irakischen Armee und der kurdischen Peschmerga-Miliz auf bis zu 3100 Soldaten aufstocken werde. Zur Zeit sind 1400 US-Soldaten im Irak-Einsatz. Weitere Kämpfer könnten folgen: Die USA wollen Sympathisanten der Freien Syrischen Armee (FES) aufrüsten und trainieren, damit sie gegen den IS kämpfen können. Nach einem Bericht der türkischen Nachrichtenzeitung "Hürriyet Daily News" konnten sich die USA mit der Türkei auf die Ausbildung moderater syrischer Rebellen auf türkischem Boden einigen. Demnach werde das Trainig der rund 2000 FES-Kämpfer Ende Dezember in einem Ausbildungszentrum im zentraltürkischen Kirsehir beginnen.

Die irakische und kurdische Armee konnten in den letzten Tagen erste Erfolge im Kampf gegen die IS-Miliz melden und einige Gebiete im Norden des Landes zurückerobern. Auch hat die irakische Armee nach eigenen Angaben die größte Öl-Raffinerie des Landes wieder unter ihrer Kontrolle. Dem Fernsehsender Al-Hadath zufolge rücken irakische Truppen auf das Gelände vor. Nach monatelangen Kämpfen hätten sich die Extemisten aus dem Umkreis der strategisch wichtigen Anlage in Baidschi, 200 Kilometer nördlich von Bagdad, zurückgezogen.

Die Islamisten gehen verstärkt mit Attentaten gegen die Armee vor. Bei einem Bombenanschlag an einer Straße in Bagdad kamen laut Polizei fünf irakische Soldaten ums Leben.

pab/re/gmf (dpa, afp, rtr)

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