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Aktuell Nahost

US-Marine tötet indischen Fischer

Tödlicher Zwischenfall im Persischen Golf: Die US-Marine hat einen Fischer erschossen, nachdem das Fischerboot nicht beidrehen wollte. Das Pentagon verspricht eine Untersuchung.

Ein indischer Fischer ist im Persischen Golf von US-Soldaten getötet worden. Wie das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate in Abu Dhabi mitteilte, seien außerdem drei Fischer verletzt worden, als ein US-Marineschiff auf ihr Motorboot feuerte.

Das US-Verteidigungsministerium erklärte, das Motorboot sei schnell auf das US-Schiff zugefahren und habe auch auf Warnungen und Aufforderungen zum Abdrehen nicht reagiert. Daraufhin hätten Soldaten mit einem Maschinengewehr auf das Motorboot gefeuert. Bei dem Schiff habe es sich um das US-Versorgungsschiff "USNS Rappahannock" gehandelt.

Streit um Ölroute

Der Vorfall habe sich vor der Küste bei Dschebel Ali ereignet, einer Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwischen Abu Dhabi und Dubai. Die Vereinigten Arabischen Emirate und das Pentagon kündigten eine Untersuchung an.

Die USA hatten in den vergangenen Monaten ihre Präsenz im Persischen Golf verstärkt. Hintergrund ist der Atomstreit mit dem Iran. Teheran hatte gedroht, den Persischen Golf zu schließen, eine für die Öltransporte aus dem Nahen Osten wichtige Wasserstraße.

Erinnerungen an Anschlag im Jemen

Die US-Marine weiß spätestens seit Oktober 2000, dass nicht nur große Schiffe eine mögliche Gefahr sind. Damals verübte die Terrororganisation Al-Kaida mit einem kleinen Schiff, das mit Sprengstoff beladen war, im Hafen von Aden im Jemen einen Anschlag auf den US-Zerstörer "USS Cole".

17 US-Marinesoldaten dabei wurden getötet, 40 weitere verletzt. "Seit 2000 passen wir auf die kleinen Schiffe genau auf", sagte der Pentagon-Vertreter. Auch die iranischen Revolutionsgarden, eine wichtige Stütze des Regimes, haben viele kleine Schiffe mit Raketenwerfern.

det/gmf (afp, dpa, rtr)