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Aktuell Welt

US-Marine befreit von Rebellen gekaperten Öltanker

Der von Rebellen geenterte Öltanker "Morning Glory" ist von Spezialkräften der US-Marine gestürmt worden. Das Schiff war bereits eine Woche lang im Mittelneer in internationalen Gewässern unterwegs.

Europäische und US-Spezialeinsatzkräfte haben den mit libyschem Öl beladenen Tanker "Morning Glory" südöstlich von Zypern aufgebracht. Gemeinsam mit dem Verbundskommando SOCEUR habe ein Team der Navy Seals das staatenlose Schiff in internationalen Gewässern unter seine Kontrolle gebracht, teilte das US-Verteidigungsministerium mit.

Niemand sei bei dem von US-Präsident Barack Obama genehmigten Einsatz verletzt worden. Dem Pentagon zufolge hatten die Regierungen Libyens und Zyperns um den Einsatz gebeten.

Rebellen im Hafen Al-Sidra (Foto: rtr)

Rebellen im libyschen Hafen Al-Sidra

Rebellen halten libysche Ölverladehafen besetzt

Anfang März hatten bewaffnete Gruppen den libyschen Ölverladehafen Al-Sidra besetzt und illegal verkauftes Öl auf die "Morning Glory" verladen. Der Tanker, der unter nordkoreanischer Flagge unterwegs war, hatte den Hafen in der vergangenen Woche verlassen. Libyens Regierung hatte mit einer Bombardierung des Schiffes gedroht.

Seit Ende Juli halten Milizen die Ölterminals von Ras Lanuf, Sueitina und Al-Sedra besetzt. Sie wollen damit ihrer Forderung nach regionaler Autonomie für den Osten Libyens und nach einer besseren Verteilung der Einnahmen aus dem Erdölgeschäft Nachdruck verleihen.

as/cw (dpa, afp, rtre)