1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kampf gegen Dschihadisten

US-Luftwaffe zerstört IS-Lager in Libyen

Präsident Obama bleibt bis zur letzten Minute seiner Amtszeit auf dem Kommandoposten: Auf seine Anordnung attackierten B-2-Tarnkappenbomber Stellungen des IS nahe ihrer Ex-Hochburg Sirte.

Trotz ihrer Niederlage bleibt die Terrorarmee des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) in Libyen aktiv. US-Präsident Barack Obama lässt kuz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt zwei Camps der Dschihadistenmiliz bombardieren. Bei den Luftschlägen auch durch B-2-Tarnkappenbomber nahe der früheren IS-Hochburg Sirte wurden nach Angaben des Pentagon mindestens 80 Extremisten getötet. Unter den Opfern seien externe Planer gewesen, die Operationen in Europa vorbereitet hätten, wusste Verteidigungsminister Ashton Carter in Washington zu berichten. 

Der Einsatz sei von Obama persönlich gebilligt worden; und in Abstimmung mit der libyschen Einheitsregierung in Tripolis erfolgt. Ins Visier hätten die US-Militärs IS-Kämpfer genommen, die sich nach der Rückeroberung von Sirte durch Regierungsverbände in die Lager außerhalb der Stadt zurückgezogen hätten, erläuterte ein Pentagon-Sprecher. Die angegriffenen IS-Kämpfer hätten Uniform und Waffen getragen. Zivile Opfer habe es nicht gegeben.

Sirte war das letzte größere vom IS kontrollierte Gebiet in Libyen. Die regierungstreuen Truppen hatten im Mai eine Offensive zur Rückeroberung der "heimlichen Hauptstadt" der Islamisten gestartet und im Dezember offiziell die "Befreiung" verkündet. Die US-Armee hatte die Regierungstruppen dabei unterstützt; ihren Einsatz in und um Sirte hatten die USA im Dezember für beendet erklärt.

Die Dschihadisten hatten sich 2014 in der Heimatstadt des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi festgesetzt und Sirte vor einem Jahr vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Die Extremistengruppe hatte dabei vom allgemeinen Chaos profitiert, das in dem nordafrikanischen Land seit dem Sturz und Tod Gaddafis im Herbst 2011 herrscht.

SC/jj (afpe, dpa)