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Sport

US-Leichtathleten dominieren

US-Sprinterin Felix gewinnt Gold über 200 Meter. Auch im Hürdensprint und Weitsprung sind die USA erfolgreich. Die deutschen Kanuten sammeln Gold, Silber und zweimal Bronze. Das Tischtennisteam feiert Bronze.

Hochdekoriert war US-Sprinterin Allyson Felix schon vor den Spielen in London. Aber etwas fehlte der mehrfachen Weltmeisterin über 200 Meter noch in der Vitrine: Olympiagold in einem Einzelrennen. Das hat die 26-jährige jetzt auch geschafft. Unter dem Jubel von 80.000 Zuschauern stürmte sie in 21,88 Sekunden zu einem souveränen Sieg. Nach Silber in Athen 2004 und Peking 2008 holte sie diesmal die Goldmedaille. Zweite wurde 100-Meter-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika vor Carmelita Jeter aus den USA.

Gold für die USA auch im Weitsprung der Frauen: Weltmeisterin Brittney Reese gewann mit 7,12 Metern vor der Russin Jelena Sokolowa. Bronze erkämpfte US-Springerin Janay Deloach. Russland vor den USA, das war dagegen die Reihenfolge über 400 Meter Hürden der Frauen. Natalja Antjuch aus Russland siegte in der Jahres-Weltbestzeit von 52,70 Sekunden vor Weltmeisterin Lashinda Demus. Bronze ging an die Tschechin Zuzana Hejnov.

US-Weitspringerin Brittney Reese liegt nach einem ihrer Sprünge im Sand der Sprunggrube (Photo by Richard Heathcote/Getty Images)

Reese ist nach Jackie Joyner-Kersee (Seoul 1988) erst die zweite US-Olympiasiegerin im Weitsprung

Das Duell der großen Sprintnationen USA und Jamaika erlebte auch über die 110 Meter Hürden der Männer eine Neuauflage. Diesmal hatte US-Sprinter Aries Merritt die Nase vorn. Er siegte in persönlicher Bestzeit von 12,92 Sekunden. Zweiter wurde sein Landsmann Jason Richards. Bronze ging an den Jamaikaner Hansle Parchment in 13,12 Sekunden. Mitfavorit und Weltrekordler Dayron Robles aus Kuba brach das Rennen verletzt ab. Anders sah es in den Halbfinal-Läufen über 200 Meter aus. Superstar Usain Bolt und sein Dauerrivale Yohan Blake aus Jamaika ließen nichts anbrennen. Sie erreichten aufreizend souverän das Finale am Donnerstag (9.08.2012). Schneller als Favorit Bolt waren – zumindest im Halbfinale – auch noch US-Sprinter Wallace Spearmon, der Franzose Christophe Lemaitre und Europameister Churandy Martina aus den Niederlanden

Ein weiterer US-Leichtathlet liegt klar auf Goldkurs: Zehnkampf-Weltrekordler Ashton Eaton dominiert die Konkurrenz am ersten Wettkampftag und führt mit 4661 Punkten vor seinem Landsmann Trey Hardee (USA/4441). Deutschlands Medaillenhoffnung Pascal Behrenbruch erwischte dagegen keinen guten Tag. Der Europameister liegt zur Halbzeit nur auf Rang 15. "Vielleicht lag es auch daran, dass ich überhaupt nicht aufgeregt war. Das war auch ganz komisch die letzten Tage", sagte Behrenbruch.

Brendel holt Gold im Einer-Canadier

Ihrer Rolle als Medaillensammler sind dagegen die deutschen Kanuten einmal mehr gerecht geworden. Allen voran Sebastian Brendel. Der 24-Jährige setzte sich auf dem Dorney Lake in Eton im Einer-Canadier-Finale über 1000 Meter vor dem Spanier David Cal und dem Kanadier Mark Oldershaw durch. Brendel lag von Beginn an in der Spitzengruppe. 250 Meter vor dem Ziel ging er in Führung und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. "Nach zweihundert Metern habe ich gemerkt, dass das heute etwas wird", sagte Brendel nach seinem Gold-Coup. "Ich konnte richtig locker über die Strecke gehen, am Ende alles draufpacken und die anderen fernhalten."

Der deutsche Kajak-Vierer der Frauen wurde seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht. Carolin Leonhard, Franziska Weber, Katrin Wagner-Augustin und Tina Dietze landeten nach einem eher mäßigen Start hinter dem Boot aus Ungarn auf dem zweiten Rang. Bronze ging an Weißrussland. Bei den letzten vier Olympischen Spielen hatte der deutsche Kajak-Vierer stets Gold gewonnen. "Klar, wir wollten die Goldmedaille", räumte Tina Dietze anschließend ein. "Aber mehr ging bei uns nicht."

Der deutsche Kajak-Vierer der Frauen. Foto: Reuters

Der deutsche Kajak-Vierer landete diesmal hinter dem Boot Ungarns

Hoff: "Kein Kindergarten"

Max Hoff gewann die Bronzemedaille im Einer-Kajak. Im Finale musste sich der 29 Jahre alte Europameister nur dem Norweger Eirik Veras Larsen und dem Kanadier Adam van Koeverden geschlagen geben. "Ich bin mit dem Rennen nicht ganz zufrieden, mit der Medaille aber schon." Ebenfalls Bronze holten Martin Hollstein und Andreas Ihle im Kajak-Zweier. Die Olympiasieger von 2008 in Peking landeten hinter den Ungarn Rudolf Dombi und Roland Kokeny sowie den Portugiesen Fernando Pimenta und Emanuel Silva auf dem dritten Platz.

Timo Boll im Spiel um Platz drei. Foto: Reuters

Auf Tischtennis-Star Timo Boll war Verlass

Boll und Co. gewinnen gegen Hongkong

Die deutschen Tischtennisspieler haben Bronze im Mannschaftswettbewerb gewonnen. Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Bastian Steger setzten sich im Spiel um Platz drei gegen Hongkong mit 3:1 durch. Matchwinner war Superstar Boll, der seine beiden Einzel gewann. Auch Dimitrij Ovtcharow konnte sein Einzel für sich entscheiden, die Niederlage im Doppel blieb ohne Auswirkungen. "Bronze ist super. Eine Niederlage und Platz vier wären eine große Enttäuschung gewesen", sagte Dimitrij Ovtcharow, der auch im Einzel Bronze gewonnen hatte. Im Finale setzte sich wie in Peking Favorit China durch. Der Rekordweltmeister gewann 3:0 gegen Südkorea. Damit haben die Chinesen alle vier Tischtennis-Wettbewerbe in London für sich entschieden.

Aus deutscher Sicht enttäuschend lief die Einzelkonkurrenz im Springreiten. Als einziger deutscher Reiter konnte sich Marcus Ehning für den Final-Umlauf qualifizieren. Dort unterliefen dem 38-Jährigen neun Strafpunkte, das reichte am Ende nur für Rang zwölf. Olympiasieger wurde der Schweizer Steve Guerdat auf Nino des Buissonnets. Silber gewann der Niederländer Gerco Schröder mit Pferd London im Stechen gegen den Iren Cian O'Connor auf Blue Loyd, der sich über die Bronzemedaille freuen kann.

Gold-Hattrick im Beachvolleyball

Misty May-Treanor und Kerry Walsh haben ihren Gold-Hattrick perfekt gemacht und sind zum dritten Mal in Serie Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen. Das Duo setzte sich im rein amerikanischen Finale gegen Jennifer Kessy/April Ross mit 2:0 (21:16, 21:16) durch. Bronze gewannen die Weltmeisterinnen Larissa/Juliana aus Brasilien.

Lange Gesichter gab es bei den deutschen Seglern. Die schwarz-rot-goldene Flotte kehrt ohne Medaillen aus dem Olympia-Revier vor Weymouth heim. Die deutschen Hockeyspielerinnen beendeten das olympische Turnier ebenfalls enttäuschend nur auf dem siebten Rang. Sie gewannen aber immerhin noch das letzte Spiel gegen Südkorea mit 5:1. Im Finale stehen sich am Freitag (10.08.2012) die favorisierten Teams aus den Niederlanden und Argentinien gegenüber.

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