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Kultur

US-Konzert in Pjöngjang war ein voller Erfolg

Die New Yorker Philharmoniker haben ein historisches Konzert in Nordkorea gegeben und wurden dafür begeistert gefeiert. Auf dem Programm standen recht provozierende Musikstücke.

Für den 90-minütigen Auftritt mit drei Zugaben gab es viel Applaus für das Ensemble, Quelle: AP

Für den 90-minütigen Auftritt mit drei Zugaben gab es viel Applaus für das Ensemble

"Meine Kollegen der New Yorker Philharmoniker und ich sind glücklich, heute in diesem schönen Saal zu spielen", sagte der Musikdirektor des Orchesters, Lorin Maazel, vor den Konzertgästen. Die 106 Mitglieder des Orchesters waren die ersten US-Musiker, die in Nordkorea spielten und zugleich die größte US-Delegation, die das Land jemals besuchte.

Nordkorea USA New York Philharmoniker in Pyongyang

Programmatische Musikauswahl

Die Musiker spielten in einer Halle mit 2500 Sitzplätzen zunächst die Hymnen beider Länder. Auf dem Programm standen dann die Symphonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt" von Antonín Dvorák, die dieser während eines Aufenthaltes in den USA komponiert hatte, ein Stück aus der Oper Lohengrin von Richard Wagner sowie mit "Ein Amerikaner in Paris" des US-Komponisten George Gershwin. "Vielleicht schreibt eines Tages ein Komponist ein Werk, das den Titel 'Amerikaner in Pjöngjang' trägt", sagte Maazel, als er das Lied vorstellte und bekam dafür viel Applaus. Zum Abschluss spielten die Philharmoniker das koreanische Volksstück "Arirang".

Zwei Gäste blättern im Programmhefte, Quelle: AP

Zwei Gäste blättern im Programmhefte

Vor dem Auftritt hatte Maazel das Konzert als "Geste des guten Willens und der Freundschaft" bezeichnet. Das Konzert, das den ersten bedeutenden kulturellen Kontakt zwischen beiden Ländern darstellt, wurde live im süd- und nordkoreanischen Fernsehen übertragen. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il befand sich nicht unter den Zuschauern.

Tauwetter zwischen den USA und Nordkorea? Dem Besuch des New Yorker Orchesters in Nordkorea wurde vor dem Hintergrund der schwierigen Beziehungen zwischen den USA und dem abgeschotteten asiatischen Staat weltweit große Aufmerksamkeit gewidmet. Mit der gemeinsamen Vereinbarung zum Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms wurde im vergangenen Jahr der Grundstein für die Verbesserung der Beziehungen gelegt. Die Reise wurde von Washington ausdrücklich unterstützt. (kas)

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