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Wirtschaft

US-Konjunkturdaten ziehen DAX nach oben

Neue Konjunkturdaten aus den USA haben am Donnerstag den europäischen Börsen entscheidende Impulse für Kursgewinne gegeben. DAX über 5000 Punkten.

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Gewinner des Tages: EPCOS

Die amerikanische Wirtschaft hat im Schlussquartal 2001 deutlich stärker zugelegt als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,4 Prozent, teilte das amerikanische Handelsministerium mit - die Schätzungen hatten bei 0,2 Prozent gelegen. Wenig später kam noch die Meldung, dass der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Februar gegenüber dem Vormonat überraschend stark gestiegen ist. Der DAX, der vorher im Minus- Bereich vor sich hin dümpelte, schoss daraufhin nach oben und schloss den Handelstag bei 5.039 - ein Plus von knapp 79 Punkten oder 1,6 Prozent. Der Nemax 50 Index am Neuen Markt reagierte so gut wie überhaupt nicht auf diese Nachrichten, er verlor 19 Zähler oder 1,9 Prozent auf 1.015 Punkte.

Es wird immer offensichtlichter, ohne Amerika geht es nicht, so kommentierte ein Aktienhändler diese kräftige Erholung beim DAX.

Nach den starken Gewinnen der Vortage litten Technologiewerte am Vormittag unter Gewinnmitnahmen. Eine kräftige Nachfrage ließ jedoch EPCOS am Nachmittag um fünf Prozent anziehen und zum Tagesgewinner avancieren, während Siemens, Infineon, SAP und Telekom nicht gerade zu den großen Gewinnern gehörten.

Die Aktien der Deutschen Post AG haben nach der Vorlage von Zahlen zugelegt. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 33,4 Milliarden Euro, das Ergebnis sogar um sieben Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Damit wurden die Erwartungen leicht übertroffen. Allerdings hat Post-Chef Klaus Zumwinkel nur einen eher verhaltenen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben, die Aktie Gelb stieg um zwei Prozent.

Auch Linde, der Kühltechnik-Spezialist und Hersteller von technischen Gasen, hat Zahlen vorgelegt: Der Jahresüberschuss stieg um 5,2 Prozent auf 289 Millionen Euro, was am unteren Ende der Analystenerwartungen lag. Die Aktie verlor 1,6 Prozent.

Die Volkswagen-Aktie profitierte am Donnerstag von der Tochter Audi. Die Ingolstädter haben zum sechsten Mal in Folge eione Rekordbilanz hingelegt und melden auch in den ersten beiden Monaten des Jahres steigende Verkaufszahlen. Die Aktien der Mutter VW stiegen um drei Prozent.

Am Rentenmarkt stieg der Bund-Future um 0,05 Prozent auf 107,58 Punkte. Der Rentenmarkt-Index Rex gewann 0,01 Prozent auf 112,63 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite mit 4,78 Prozent fest - sieben Stellen leichter als am Mittwoch.

Der Euro legte leicht zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8651 (Mittwoch 0,8649) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1559 (1,1562) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 74,94 (+ 1,19)

Allianz 259,97 (+ 9,17)

BASF 44,42 (+ 0,34)

Bayer 36,85 (+ 1,40)

HypoVereinsbank 35,35 (+ 1,23)

BMW 42,60 (+ 0,68)

Commerzbank 19,05 (+ 0,45)

DaimlerChrysler 46,41 (+ 0,41)

Degussa 33,53 (+ 1,03)

Deutsche Bank 67,90 (+ 0,89)

Deutsche Post 15,05 (+ 0,30)

Deutsche Telekom 16,42 (+ 0,12)

E.ON AG 56,77 (+ 0,87)

EPCOS 44,74 (+ 2,14)

Fresenius Med. Care 59,76 (+ 2,16)

Henkel 66,00 (+ 0,60)

Infineon Techno 26,49 (- 0,15)

Linde 52,51 (- 0,86)

Lufthansa 17,85 (+ 0,35)

MAN 27,34 (+ 0,14)

Metro 38,49 (- 0,01)

MLP 59,58 (+ 0,33)

Münchener Rück 282,00 (+ 10,50)

Preussag 33,00 (+ 0,10)

RWE 41,53 (+ 0,78)

SAP 157,12 (- 0,88)

Schering 69,07 (+ 0,96)

Siemens 67,70 (+ 0,14)

ThyssenKrupp 17,35 (+ 0,05)

VW 55,34 (+ 1,64)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostete am Donnerstag 86,51 amerikanische Cent oder 61,12 britische Pence oder 116,07 japanische Yen

...und das 1. Goldfixing 296 Dollar und 55 Cent.

  • Datum 28.02.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1tXx
  • Datum 28.02.2002
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