1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

US-Konjunkturdaten beflügeln Standardwerte

Die Aktien in Frankfurt haben sich am Freitag (21.12.) in unterschiedliche Richtung entwickelt. Die Standardwerte verzeichneten überwiegend Gewinne, der DAX schloß mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 5019 Punkten.

default

Vorfreude eines Börsianers

Abwärts ging es dagegen für die sogenannten Wachstumswerte am Neuen Markt. Hier verlor der Nemax-50-Index zwei Prozent auf 1140 Zähler.

Händler sagten, die Standardwerte hätten von positiven Konjunkturdaten aus den USA profitiert. Das Vertrauen amerikanischer Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung nahm im Dezember im dritten Monat hintereinander überraschend deutlich zu. Nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan stieg der Index des Verbrauchervertrauens auf 88,8 Punkte und somit stärker, als von Experten erwartet worden war. Im September hatte der Index mit 81,8 Punkten ein Tiefstand markiert. Die schwächer als erwartet ausgefallene amerikanische Wirtschaftsleistung im dritten Quartal sei dagegen im späteren Handel weitgehend ignoriert worden, sagten Händler.

Hexensabbat mit positiver Auswirkung

Positiv habe sich auch der der sogenannte 'Hexensabbat' ausgewirkt, hieß es an der Börse. Am Freitag verfielen Kontrakte an der Terminbörse; vereinfacht gesagt sind das Wetten auf die zukünftige Entwicklung von Kursen und Indizes. Marktbeobachter sprachen allerdings von eher niedrigen Umsätzen im Vergleich zu vorherigen Anlässen dieser Art.

Die Wirtschaftskrise in Argentinien habe dagegen kaum Auswirkungen auf die Frankfurter Börse, da nur wenige deutsche Konzerne Finanzengagements in Argentinien hätten, hieß es.

Papiere des Sportartikelherstellers adidas-Salomon gewannen nach guten Geschäftszahlen des US-Konkurrenten Nike fast drei Prozent. Ein Händler sagte, wenn Nike allen Unkenrufen zum Trotz in den Monaten nach den Anschlägen in New York mehr Umsatz und Gewinn mache, sei das auch ein gutes Zeichen für adidas.

Nach mehreren schwachen Handelstagen drehten die meisten Technologie-Werte im Tagesverlauf in die Gewinnzone. Siemens-Aktien verzeichneten ein Plus von vier Prozent. Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, Aufträge für den Bau von Kraftwerken im Gesamtwert von 600 Millionen Euro erhalten zu haben.

Stärkster DAX-Wert war die Aktie von MAN, die um fast fünf Prozent zulegte.

Der Rentenmarkt notierte leichter. Der Bund-Future verlor 0,4 Prozent auf 107,76 Punkte. Der Rentenmarkt-Index REX gab 0,29 Prozent auf 113,48 Zähler nach. Zuvor hatte die Bundesbank die Umlaufrendite bei 4,59 Prozent festgestellt, einen Basispunkt höher als am Vortag.

Die Schlusskurse der 30 Standardwerte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 82,45 2,35

Allianz 253,75 0,75

BASF 40,60 0,04

Bayer 34,42 -0,23

Bay. HypoVereinsbank 33,10 0,46

BMW 39,47 1,32

Commerzbank 17,12 0,03

DaimlerChrysler 45,84 1,51

Degussa 27,65 0,03

Deutsche Bank 77,10 1,99

Deutsche Post 14,83 0,33

Deutsche Telekom 19,11 0,25

E.ON 55,58 0,88

Epcos 55,01 0,01

Fresenius Medical Care 66,77 -1,29

Henkel 61,40 -0,10

Infineon Technologies 22,44 0,24

Linde 44,69 -0,21

Lufthansa 14,88 0,52

MAN 22,50 1,00

Metro 39,95 1,45

MLP 80,55 0,76

Münchener Rück 298,70 5,20

Preussag 27,40 0,94

RWE 41,05 0,16

SAP 144,80 1,90

Schering 59,04 1,39

Siemens 71,75 2,75

ThyssenKrupp 16,01 0,29

VW 50,08 0,88

Die Devisenkurse (in Euro und in DM, auf Basis der EZB-Referenzkurse):

US-Dollar 1,1182 Euro oder 2,1870 DM

Brit. Pfund 1,6192 Euro oder 3,1668 DM

Schw. Franken 0,6830 Euro oder 1,3358 DM 100

Japan Yen 0,8630 Euro oder 1,6878 DM

Kan. Dollar 0,7070 Euro oder 1,3827 DM

Das 1. Gold Fixing London: 277,80 Dollar, entsprechend einem Plus von 1,55 Dollar.