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Aktuell Amerika

US-Kinderbuchautor Sendak gestorben

Der berühmte Kinderbuchautor Maurice Sendak ist tot. Der Vater des Kinderbuch-Klassikers "Wo die wilden Kerle wohnen" wurde 83 Jahre alt.

Der Amerikaner sei an den Folgen eines Schlaganfalles in Danbury (Connecticut/USA) gestorben, bestätigte sein Verleger Michael di Capua der "New York Times" am Dienstag.

Mit lebhaften Kinderbüchern wie "Brundibar" hatte sich Sendak seinen Weg in die Kinderzimmer der Welt erzählt und erzeichnet, am bekanntesten blieb aber die Geschichte von Max und den Monstern.

Der böse Blick von Max

Max, der in "Wo die wilden Kerle wohnen" böse Monster mit einem Blick zähmt und doch wieder rechtzeitig zum Abendessen zu Hause ist, fasziniert bis heute Millionen von Kindern und Erwachsenen. Das Buch erschien 1963. Sendak gewann dafür die Caldecott Medal, den bedeutendsten Kinderbuchpreis der USA. Das Erfolgsbuch wurde 2009 von Spike Jonze verfilmt.

Sendak wurde 1928 in New York geboren und wuchs als Sohn jüdischer Immigranten in Brooklyn auf. Seine europäische Familie kam in Hitlers Konzentrationslagern um. Die Erzählungen der Eltern und Verwandten über die Zeit in Polen und andere Kindheitserlebnisse weckten seine Fantasie. Vorbild für die "Wilden Kerle" seien seine Onkel und Tanten gewesen, hatte er einmal verraten.

Ausbildung in Abendkursen

Schon während seiner Schulzeit arbeitete Sendak als Zeichner bei All American Comics und bildete sich in Pop-Kultur weiter: An King Kong, an Laurel & Hardy und Walt Disneys Mickey Maus. Seine einzige formale Ausbildung zum Künstler bestand in Abendkursen, während er tagsüber als Schaufensterdekorateur arbeitete.

pg/mm (dpa, dapd, afp)