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Reise

US-Freizeitpark will umstrittene Orca-Show einstellen

Die "One Ocean"-Vorführung mit Orcas im kalifornischen Meerespark SeaWorld wird nur noch bis Ende 2016 zu sehen sein. Das Unternehmen reagiert damit auf heftige Kritik von Tierschützern.

Seit langem protestieren Tierschützer gegen den Einsatz der Wale in Shows. Sie werfen dem Meerespark in San Diego vor, die Tiere in zu kleinen Becken nicht artgerecht zu halten.

Die Besucherzahlen in allen elf Parks von SeaWorld sind in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Auslöser war unter anderem der 2013 erschienene Dokumentarfilm "Blackfish", der die Bedingungen für Orcas in Gefangenschaft stark angeprangert hatte. Auch ehemalige SeaWorld-Trainer hatten sich kritisch geäußert.

SeaWorld-Chef Joel Manby stellte nun eine neue Strategie vor, mit der er das Image der Freizeitparks verbessern will. "Wir nehmen die Kritik unserer Gäste ernst und wollen uns weiterentwickeln." Die Orca-Show solle durch eine neue Attraktion ab 2017 in einer natürlicheren Umgebung ersetzt werden. Die Zuschauer sollen dann auch mehr über den Schutz der Killerwale lernen.

Laut Jared Goodman von der Tierschutzorganisation PETA ist das Ende der Vorführungen ein notwendiger Schritt gewesen. Aber die Umstellung bei SeaWorld geht ihm nicht weit genug: "Das lässt sich mit der Entscheidung vergleichen, einen Hund nicht mehr zu schlagen, aber ihn nie aus seiner Hütte zu lassen." Orcas gelten als sehr soziale Tiere, die unter der beengten Einzelhaltung und Gefangenschaft leiden.

SeaWorld, mit Sitz in Orlando (Florida), betreibt Themenparks in San Diego, Orlando und San Antonio (Texas). Elf von insgesamt 24 Killerwalen befinden sich in San Diego.

Ey/at (dpa, afp)