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Korea -Konflikt

US-Flugzeugträger USS Carl Vinson soll Gewässer vor Nordkorea binnen Tagen erreichen

Kürzlich hatte der Aufenthaltsort des Flottenverbands um den Flugzeugträger für Verwirrung gesorgt. Die USA wollen ihn vor die Küste von Nordkorea verlegen, um die Regierung in Pjöngjang einzuschüchtern.

Bei einem Besuch in Australien stellte US-Vizepräsident Mike Pence klar, der Flottenverband um den US-Flugzeugträger USS Carl Vinson werde innerhalb weniger Tage die Gewässer vor der koreanischen Halbinsel erreichen. "Noch vor Monatsende" werde er Position im Japanischen Meer bezogen haben, sagte Pence nach einem Gespräch mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull in Sydney.

Dabei ging es vorrangig um den Konflikt mit Nordkorea, der sich zuletzt verschärft hatte. US-Präsident Donald Trump hatte mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht, falls China nicht Druck auf seinen Verbündeten ausübe.

Australien Mike Pence und Malcolm Turnbull in Sydney (Reuters/J. Reed)

Beim Treffen von US-Vize Pence (l.) und dem australischen Premier Turnbull ging es hauptsächlich um den Konflikt mit Nordkorea

Um den Abfahrtszeitpunkt, den Kurs und das Ziel des Flugzeugträgers hatte es kürzlich Aufsehen gegeben. Denn das Pentagon hatte vor zwei Wochen erklärt, der Verband um die USS Carl Vinson würde "innerhalb der nächsten 24 Stunden" Kurs auf die koreanische Halbinsel nehmen. Am vergangenen Dienstag befand er sich aber noch tausende Kilometer weit von seinem Ziel entfernt.

Rätselraten um Trumps Aussagen

Der Trump-Administration wurden abermals irreführende Aussagen vorgeworfen, da die von Singapur kommenden Schiffe - entgegen der Darstellung des Weißen Hauses - zunächst nicht auf direktem Weg Richtung koreanische Halbinsel steuerten, sondern erst für eine Militärübung vor der Nordwestküste Australiens Halt machten.

Video ansehen 02:26

Korea: Pence in der entmilitarisierten Zone

Wegen der Haltung der USA herrscht weltweit Sorge, dass der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm in eine militärische Konfrontation münden könnte. Auf die US-Drohungen reagierte die Regierung in Pjöngjang bislang unnachgiebig. Der nordkoreanische Vizebotschafter bei den Vereinten Nationen sagte zu Wochenbeginn, sein Land sei bereit, auf "jegliche Art von Krieg" seitens der USA zu reagieren.

Pence: USA haben die Mittel und das Personal

US-Vizepräsident Pence warnte Pjöngjang jetzt erneut: Die nordkoreanische Führung müsse wissen, dass die USA die "Ressourcen, das Personal und die Präsenz in dieser Weltregion hat", die eigenen Interessen und die Sicherheit ihrer Verbündeten zu wahren.

Nordkorea hatte am Sonntag wenige Stunden vor Beginn der Asien-Reise des US-Vizepräsidenten in Südkorea erneut eine Rakete abgeschossen, die nach Angaben der USA und Japans aber unmittelbar nach dem Start explodierte. Trotz internationaler Warnungen drohte Nordkorea mit weiteren Raketentests.

uh/mak  (dpa, afp, rtr)

 

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