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Aktuell Amerika

US-Fahnder heben Kinderporno-Ring mit 27.000 Kunden aus

Mehr als 250 Kinder und Jugendliche mussten vor der Webcam sexuelle Handlungen ausführen - für 2000 Videos. Die Betroffenen leben in den USA, in Kanada, Australien, Neuseeland, Großbritannien und Belgien.

US-Heimatschutzminister Jeh Johnson und Thomas S. Winkowski von der Zoll- und Grenzschutzbehörde (Foto: Getty Images)

US-Heimatschutzminister Jeh Johnson (r.) und Thomas Winkowski vom Zoll und Grenzschutz

US-Fahnder haben einen der bislang größten internationalen Kinderporno-Ringe im Internet ausgehoben.

14 Verdächtige seien festgenommen und angezeigt worden, der Ring habe 27.000 Kunden gehabt und mehr als 250 Kinder und Jugendliche ausgebeutet, teilten die Behörden mit. Bei den meisten Opfern habe es sich um Jungen von zehn bis 17 Jahren gehandelt, die zu sexuellen Handlungen vor Webcams gedrängt worden seien. Demnach wurden 2000 Videos über das Netz ausgetauscht.

Die Organisation sei "eine der größten bekannten Operationen zur Ausbeutung von Kindern im Internet in der Geschichte" gewesen, sagte Heimatschutzminister Jeh Johnson vor Journalisten in Washington (Foto). In die Fänge der Pädophilen gerieten Kinder in 39 US-Staaten, aber auch in Großbritannien, Belgien, Neuseeland, Australien und Kanada. Die Website operierte von Juni 2012 bis Juni 2013 in den verborgenen Weiten von "Tor", einem Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten.

Der Netzwerkadministrator wurde bereits im vergangenen Juni festgenommen. Dem 27-jährigen US-Bürger aus Louisiana droht bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren oder sogar eine lebenslange Haft. Die Ermittlungen nach allen Kunden des Netzwerks dauern an.

sti/ml (afp, rtr)

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