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Aktuell Nahost

US-Drohnenschlag gegen Kämpfer der Al-Kaida

Der Terroralarm und die Schließung westlicher Botschaften in der islamischen Welt hat viele Fragen aufgeworfen. Nun gibt es ein paar vage Antworten. Das Terrornetzwerk Al-Kaida wollte US-Informationen zufolge zuschlagen.

Doch die USA sind den Terroristen zuvorgekommen, und zwar nicht nur durch die Entscheidung, die diplomatischen Vertretungen vorsorglich dicht zu machen. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Jemen berichtet, wurden bei einem Angriff durch eine US-Drohne vier Kämpfer des Terrornetzwerks getötet. Die Attacke habe sich in der östlichen Marib-Provinz ereignet. Die Drohne habe die vier Personen in deren Fahrzeug unter Beschuss genommen.

Das Außenministerium in Washington forderte alle US-Bürger, die sich noch im Jemen befinden, auf, das Land sofort zu verlassen. Es bestehe die Gefahr terroristischer Angriffe. 19 US-Botschaften und -Konsulate sollen noch die ganze Woche geschlossen bleiben. Die USA hatten außerdem eine weltweite Reisewarnung für ihre Bürger ausgegeben.

Auch die deutsche Botschaft im Jemen wird bis auf Weiteres geschlossen bleiben, wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte. Dies habe Bundesaußenminister Guido Westerwelle wegen einer nach wie vor "kritischen Einschätzung der Sicherheitslage" angeordnet.

"Etwas Großes"

Doch US-Medien wollen da mehr erfahren haben , und im Mittelpunkt steht ein abgehörtes Telefonat. Wie die "Los Angeles Times" und der Sender CBS News übereinstimmend unter Berufung auf Regierungsbeamte berichteten, sei ein Gespräch zwischen Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri und seinem Regionalleiter in Jemen abgehört worden. Dieser habe dabei den Befehl erhalten, Angriffe gegen US-Einrichtungen zu führen. Es sei um "etwas Großes" gegangen, berichtet die CBS.

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US-Botschaften: bis auf weiteres geschlossen (05.08.2013)

Der US-Abgeordnete Adam B. Schiff wird mit der Aussage zitiert: "Jetzt wird überlegt, ob die Al-Kaida ihren Angriff verschoben oder nur ein anderes Ziel ausgewählt hat." Mit Sicherheit wisse man nicht, wo oder wann die Angriffe erfolgen könnten.

ml/wl (afp, dpa, Reuters)

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