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Aktuell Nahost

US-Drohnen gegen Aufständische

Im Jemen gehen die USA seit 2011 gezielt mit unbemannten Flugzeugen gegen mutmaßliche Extremisten und Aufständische vor. Jetzt haben Drohnen dort mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet.

Bei dem ersten von insgesamt drei Angriffen sei ein Geländewagen in der Region von Wadi Abida rund 170 Kilometer östlich der Hauptstadt Sanaa getroffen und zerstört worden, sagte ein Stammesvertreter. Eines der fünf Opfer habe als das Al-Kaida-Mitglied Ismail ben Dschamil identifiziert werden können. Auch bei dem zweiten und dritten Angriff wurde ein Geländewagen getroffen, ein Opfer wurde als Stammesmitglied identifiziert. Insgesamt wurden bei den Drohnenangriffen mindestens neun Menschen getötet.

Seit dem 24. Dezember wurden damit durch US-Drohnenangriffe im Jemen insgesamt 22 Menschen getötet. Seit 2011 haben die Angriffe auf mutmaßliche Extremisten und Aufständische in dem Land stark zugenommen.

Noch immer instabile Lage

Das Armenhaus im Süden der Arabischen Halbinsel leidet noch immer an den Folgen des zum Teil blutigen Machtkampfes in 2011, an dessen Ende Präsident Abdallah Salih nach 33 Jahren Herrschaft zurücktrat. Aufständische hatten das Machtvakuum ausgenutzt und an Einfluss gewonnen. Im Osten und Süden des Landes konnten örtliche Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida mehrere Landstriche und Städte unter ihre Kontrolle bringen. Sie richteten "Scharia-Gerichte" ein und vollstreckten Todesurteile. Darüber hinaus gibt es in dem Land immer wieder ethnisch-konfessionelle Aufstände. Der jemenitische Arm der Al-Kaida gilt als einer der gefährlichsten des Terrornetzwerkes.

as/kle (afp, dapd, dpa)