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Aktuell Afrika

US-Drohne tötet somalischen Terroranführer

Den USA ist ein Schlag gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz gelungen. Bei dem Einsatz wurde laut Pentagon der mutmaßliche Drahtzieher des blutigen Anschlags auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi getötet.

Die Westgate-Mall nach dem Anschlag im September 2013 (Foto: DW)

Die Westgate-Mall nach dem Anschlag im September 2013

Der Rebellenführer Aden Garar soll nicht nur die entscheidende Rolle bei der Planung des Westgate-Anschlags gespielt haben, er sei auch eine Schlüsselfigur für die Vorbereitung weiterer Attacken auf Amerikaner und westliche Interessen gewesen, begründet das US-Militär die Tötung. Die Drohne habe sein Auto in der Nähe der Stadt Bardhere bereits am 12. März getroffen.

Garar befand sich seit dem Anschlag von Nairobi offenbar die ganze Zeit in Somalia. Vier weitere Hintermänner konnte die kenianische Polizei bereits kurz nach dem Attentat festnehmen. Das Gerichtsverfahren gegen sie läuft noch.

Blutbad mit mehr als 70 Toten

Der Anschlag auf das belebte Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi im September 2013 mit mehr als 70 Toten erschütterte die ganze Welt. Für den Angriff und die anschließende dreitägige Geiselnahme übernahm die somalische Al-Shabaab-Miliz die Verantwortung. Vom Nachbarland aus unternahm sie bereits zuvor immer wieder Versuche, die politische Situation in Kenia zu destabilisieren und Rache für Angriffe kenianischer Truppen auf somalischem Boden zu nehmen.

Zwar gelang es somalischen Soldaten und Truppen der Afrikanischen Union, die Extremisten zurückzudrängen. Die Rebellengruppe kontrolliert aber weiter zahlreiche Gebiete im Süden und im Zentrum des Landes. Ein Ende des seit 2006 andauernden blutigen Kampfes ist deshalb nicht in Sicht.

djo/mak (afp, dpa)